Kategorie: Handball

Trainingsauftakt der 1.Männer

Biederitz absolviert erstes Mannschaftstraining unter Neu-Trainer Peter Pysall

Eigentlich kann Peter Pysall mit Fug und Recht behaupten, alles in der Welt des Handballs erlebt und gesehen zu haben. Obendrein ist seine Vita als einstiger SCM-Spielmacher und Bundesliga-Trainer beinahe lückenlos dokumentiert. Welche unerforschten Ecken in der Biografie sollen da also noch darauf warten, ausgeleuchtet zu werden? Nun, zum Beispiel jener Fakt, mit dem der neue Coach des SV Eiche 05 Biederitz am Donnerstag vergangener Woche aufwartete: „Ich habe noch nie gegen den Abstieg gespielt. Weder als Trainer, noch als Spieler“, offenbarte Pysall beim Trainingsauftakt des Verbandsligisten.

Die Worte waren allerdings weniger als Geständnis zu verstehen, sondern vielmehr als Absichtserklärung, auch an neuer Wirkungsstätte und mit nunmehr 60 Jahren nicht damit anzufangen. Anlässlich des runden Geburtstages vor wenigen Tagen standen bei der Rückkehr des Teams in die Ehlehalle dann zunächst auch Glückwünsche und die Übergabe eines Präsentkorbs an erster Stelle der Tagesordnung. Anschließend ging es für das runde Dutzend an Spielern, unter ihnen mit Eike Herrmann der bislang einzige Neuzugang, aber ans Eingemachte.

Zwar verhieß die erste Einheit nach der Corona-Pause, die gemeinsam mit der männlichen A-Jugend bestritten wurde, mit einem Dreier-Fußballturnier Abwechslung und Spaß. Jene der drei Auswahlen, die sich gerade nicht auf dem Parkett duellierte, war jedoch oben auf der Empore der Halle ungleich intensiver gefordert. Dort bat Coach Pysall zu Seilsprung-Drills, die trotz des hübschen Ausblicks nicht weniger an die Substanz gingen. Erst im abschließenden Teil des Abends rückte schließlich der Handball in den Mittelpunkt.

Ihr Spielgerät nehmen die Biederitzer dann auch in dieser Woche mehrmals in die Hand. Unter anderem auch wieder am Donnerstag, wenn ein Blitz-Turnier mit erster und dritter Mannschaft sowie der A-Jugend Aufschlüsse über den Leistungsstand nach der unfreiwilligen viermonatigen Spielpause liefern soll. Über die weiteren Einheiten und mögliche Testspiele will sich der SVE dann bis Ende September den Feinschliff holen – und sein Trainer anschließend keine neuen Erfahrungen im Abstiegskampf sammeln.

Frische Luft hat Priorität

Frauen & 3.Männer aktiv

Die Ehlehalle in Biederitz ist für die Frauen und Stadtligamannschaft des SV Eiche 05 Biederitz längst noch kein Thema, dennoch liegen große Teile beider Mannschaften längst nicht auf der faulen Haut. Während die dritte Männermannschaft per pedes und mit Laufschuhen an der nötigen Kondition feilt, waren die SVE- Frauen zuletzt auf Inline- Skates im Magdeburger Herrenkrug unterwegs. „Die mittwöchige Trainingseinheit findet auf freiwilliger Basis statt und soll den Zusammenhalt der Truppe stärken und  fördern. Ich habe die Gestaltung der Einheit in die Hände der Mädels gelegt“, meint die Biederitzer Trainerin Elke Wiedon. Bei den Unternehmungen, die u.a. in Kürze auch Volleyball und Yoga beinhalten werden, sind derweil die Jugendspielerinnen Louisa Schnell und Maira Hofmann zugegen, die im September ihren 16. Geburtstag feiern und ansonsten in der „neuen“ A- Jugend des Vereins auf Torejagd gehen werden. Personell steht indes mit Maja Seemann (nahendes Studiumende) aktuell lediglich ein fixer Abgang fest.

Staffeleinteilung VL mit 1.Männer

Handball- Staffeleinteilungen veröffentlicht / Trio aus der Sachsen-Anhalt-Liga zieht sich zurück

Die oberen Spielklassen in Sachsen-Anhalts Handballlandschaft haben in diesen Tagen ihr Gesicht erhalten. Der Landesverband HVSA hat die voraussichtlichen Staffeleinteilungen für die Spielzeit 2020/2021 bekanntgegeben. In dieser können sich Handballfreunde im Jerichower Land wieder auf die drei Verbandsliga-Derbys freuen.

Eigentlich sollte es das Jahr sein, das ohne große sportliche Dramen auskommt. Durch den beschlossenen Saisonabbruch infolge der Corona-Pandemie bei ausgesetzter Abstiegsregelung hat der Handballverband Sachsen-Anhalt (HVSA) den Vereinen im Land die Tür mehr als nur einen Spalt breit offen gelassen. Die Suche nach einem der Profiteure führt im Jerichower Land schnell zu einem Ergebnis: Unter normalen Umständen wäre der Abstieg aus der Verbandsliga Nord für den SV Eiche 05 Biederitz kaum mehr abzuwenden gewesen. So aber erhält der Club von der Ehle nach einem Jahr voller personeller Umbrüche und Rückschläge eine zweite Chance.

Damit ist auch klar, dass sich alle Handballbegeisterten im Jerichower Land wieder auf die drei angestammten Derbys freuen können. Neben den Biederitzern wird auch der SV Eintracht Gommern 2020/2021 seinen Konsolidierungs- und Verjüngungsprozess weiter vorantreiben. In der abgebrochenen Spielzeit meist im ruhigen Klassenerhalts-Fahrwasser unterwegs, sah man auch beim Güsener HC keine Veranlassung, nicht für ein weiteres Jahr in der Verbandsliga zu melden. Im Gegenteil: Unter Neu-Trainer Eric Steinbrecher und mit einigen neuen Gesichtern im Team verstärkt, trauen nicht wenige dem GHC zu, eine prominentere Rolle in der neuen Serie zu spielen.

Dass das Bild in den einzelnen Ligen im Zuständigkeitsbereich des HVSA dennoch kräftig durcheinander gewirbelt wurde, lag an einer bedenklich hohen Anzahl freiwilliger Rückzüge. So zeichnete sich zunächst nach zahlreichen Abgängen frühzeitig ab, dass der BSV 93 Magdeburg im anstehenden Wettkampfjahr kaum in der Sachsen-Anhalt-Liga konkurrenzfähig sein würde. Anschließen erlitt der Handball in Glinde sogar völligen Schiffbruch. Der einstige Regionalligist stellt ein Jahr nach dem Aufstieg in Sachsen-Anhalts Handball-Oberhaus den Spielbetrieb sogar gänzlich ein und verschwindet somit von der Landkarte. Zu guter Letzt sickerte in der Vorwoche durch, dass auch der HT 1861 Halberstadt nach einem Jahr in der Sachsen-Anhalt-Liga den Neustart in der Verbandsliga Süd wagen will.

Die Stunde der Nachrücker

Was des einen Leid, ist des anderen Freud‘: Neben den Verbandsliga-Staffelsiegern aus Haldensleben und vom HC Burgenland II rücken durch die freiwilligen Abgänger auch der Post SV Magdeburg und der Landsberger HV in die Sachsen-Anhalt-Liga auf. Der LHV profitiert in der Süd-Staffel zudem davon, dass der HV Rot-Weiss Staßfurt II als Zweitplatzierter nicht aufstiegsberechtigt ist, da die eigene erste Mannschaft bereits im Oberhaus vertreten ist. Die aggressiv vorangetriebenen Personalplanungen der Bodestädter unterstreichen jedoch, dass 2020/2021 der nunmehr dritte Anlauf zum erhofften Sprung in die Mitteldeutsche Oberliga führen soll.

Aufgrund des Aufstiegs der eigenen ersten Mannschaft durch die Hintertür ist zudem der Weg für den Post SV Magdeburg II in die Verbandsliga frei geworden. Mit 14 Siegen aus 14 Spielen durch die verkürzte Nordliga-Saison gestürmt, ist nicht davon auszugehen, dass die Reserve der Landeshauptstädter zum Aufbaugegner für die 13 Konkurrenten in der Nord-Staffel, darunter das „JL“-Trio aus Güsen, Gommern und Biederitz, werden wird.

Eiche- Nachwuchs scharrt mit den Füßen

Obwohl längst noch in den Sternen steht, wann die Saison 2020/2021 den fälligen Startschuß erlebt, ist der Biederitzer Handballnachwuchs längst wieder in Aktion. Alle Mannschaften oberhalb der E- Jugend sind vornehmlich an der frischen Luft unterwegs und versuchen sich per Fahrrad oder längerer Laufeinheit in Schwung zu bringen. Während die männliche A- Jugend in der Ehlehalle sogar einige handballspezifische Elemente wie Torwürfe absolvierte, nahm die männliche (neue) C- Jugend einen 30 Kilometer langen Fahrradkurs in Richtung Hohenwarthe in Angriff. Nach einer verdienten Abkühlung in Form eines Eis in Höhe der Trogbrücke ging es mit hohem Tempo (Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 25 km/h) zurück in Richtung Biederitz. „Die Jungs haben ganz toll mitgezogen. Dies war heute ein Teil der umfangreichen Vorbereitung, obwohl wir längst noch nicht wissen, wann es wieder losgeht“, meinte anschließend Trainer Michael Thielicke, der zudem zahlreiche Neuzugänge (u.a. vom SC Magdeburg und Barleber HC) in den eigenen Reihen begrüßen konnte.

„Py“ gab Visitenkarte ab

Am Dienstagabend hat sich der Biederitzer Neutrainer Peter Pysall dem fast kompletten Kader des Biederitzer Verbandsligisten SV Eiche 05 vorgestellt. Der 59Jährige nahm ebenso wie der bisher einzige Neuzugang Eike Herrmann, beide wechselten vom ehemaligen Sachsen- Anhaltligisten Glinder HV „Eintracht“ an die Ehle“, erstmals Kontakt zu den neuen Weggefährten in der Heimstätte Ehlehalle auf. „Ich habe die Historie und somit auch den Aderlass des Vereins in den letzten Monaten intensiv verfolgt“, meinte der Neue auf der Biederitzer Bank und betonte zudem, dass sein bevorzugter Stil die schnelle Mitte sowie die erste und zweite Welle ist. „Natürlich gilt es, die vorhandenen Voraussetzungen abzuchecken und dann ein passendes Spielprofil zu erstellen“, meinte Pysall weiter, der zudem nicht verhehlte, dass Trainingsfleiß und Mannschaftsdisziplin unter seiner Regie eine gewichtige Rolle spielen. Begeistert zeigte sich der neue Coach, der wie zuletzt auch Vorgänger Rene Schaarschmidt von Ingo Heitmann unterstützt wird, auch von der hervorragenden Nachwuchsarbeit des Vereins von der Ehle, denn diese schickt in der neuen Saison in jeder Altersklasse sowohl im männlichen als auch im weiblichen Bereich eine Mannschaft in den Spielbetrieb. Zumindest einen kleinen Einblick wird „Py“ womöglich schon Anfang Juli bekommen, wenn ihm ein kleines vereinsinternes Dreierturnier mit erster und dritter Mannschaft sowie der A- Jugend Aufschluss darüber geben soll, über welches Leistungsniveau der Biederitzer Männerhandball im Groben aufzubieten hat. Das Lächeln auf seiner Seite hatte Pysall bei der halbstündigen Beschnupperung nicht nur einmal: „Bei mir feiert die Oma nicht dreimal ihren 80. Geburtstag.“ Aber auch der neu zu wählende Mannschaftsrat dürfte respektvoll an seine Arbeit herangehen. „Wir können diesen gern neu wählen, aber meine Stimme hat eine 51%ige Wertigkeit…“, meinte ein lächelnder Pysall zudem, der auch betonte, wohl schon so ziemlich alles erlebt zu haben. „Ich habe auf Rasen angefangen und in Dresden auf Glas aufgehört“, meinte der langjährige SCM- Akteur, ehe es mit seiner neuen Truppe zum ersten „kühlen Blonden“ an die frische Luft ging.

1.Männer mit Neuzugang

Der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz konnte am gestrigen Dienstagabend erstmals Vollzug melden. Mit Eike Herrmann kommt ein Allrounder an die Ehle, der sich vornehmlich im Rückraum zuhause fühlt, unter der Regie von Peter Pysall bei seinem letzten Verein in Glinde aber auch wiederholt am Kreis zu finden war. Der 24Jährige war bis auf eine einjährige Ausnahme (A- Jugend bei Lok Schönebeck) durchweg beim letztjährigen Sachsen- Anhaltligisten Glinder HV Eintracht, ehe er jetzt zusammen mit Coach Peter Pysall den Weg in Richtung Biederitz eingeschlagen hat. „Eike ist ein sympathischer, ruhiger und ehrgeiziger Spieler, der sich sehr auf die Aufgabe in Biederitz freut“, meinte der SVE- Vorstandsvorsitzende Michael Thielicke nach den finalen Gesprächen zufrieden.

Biederitzer Nachwuchs prägt Nordligen

Auch in den vermeindlich leistungsschwächeren Nordligen agierten die Biederitzer Mannschaften auf hohem Niveau. Die erstmals als Spielgemeinschaft agierenden Mädchen der weiblichen B- und C- Jugend bewegten sich ebenso in oberen Tabellenregionen, wie auch die kleinsten Handballer des Vereins. Während die E- Jugend sogar verlustpunktfrei blieb und das Final- Four fest im Visier hatte, kamen die Minis erneut auf einem Podestplatz ein. Noch rechtzeitig kam die weibliche D- Jugend auf Touren, die nach verpasster Meisterrunde in der Platzierungsrunde mit vier klaren Erfolgen nichts anbrennen ließ.
Die weibliche B- Jugend der Spielgemeinschaft TuS Magdeburg/SV Eiche 05 Biederitz schloss die vorzeitig beendete Spielzeit mit 16:10 Punkten auf Platz fünf ab. Die Mannschaft hatte sich relativ schnell in allen Belangen zusammengefunden, was sich dann auch in den Resultaten bzw. Leistungen wiederspiegeln sollte. „Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht zu sehen, wie sich die Mädels von Spiel zu Spiel gesteigert haben“, bilanzierte die SpG- Trainerin Lisa Haegebarth im Nachgang und führt dies nicht zuletzt auch auf die Deckungsarbeit zurück, die wiederholt den Grundstein zum Sieg legen konnte. Zu was die Mannschaft in der Lage sein kann, bewies sie gleich doppelt in den Duellen gegen den späteren Landesmeister SV Oebisfelde, wo es jeweils knappe Niederlagen mit nur einem Treffer gab. Schwerpunkt wird in den kommenden Wochen und Monaten fraglos der (schnelle) Angriff sein, dessen hohe Fehlerquote oft zu unnötigen Ballverlusten führte.
Kader WJB Saison 2019/2020: Kim Becker (13 Spiele/0 Tore), Samirah Klein (1/0), Rena Grunert (1/0) – Caroline Müller (13/8), Celine Niewand (12/85), Luisa Schnell (13/25), Vanessa Keitz (13/110), Kim Luisa Pfannschmidt (12/17), Pauline Neuendorf (13/32), Lea Sophie Kabath (13/6), Mia Emily Melzian (13/39), Paula Sabin (10/7), Emily Strebe (2/0), Charlott Rosenau (1/1), Maira Hofmann (11/30)
Im Lager der weiblichen C- Jugend um Trainerin Leonie Wesslowski herrscht nach der ersten Saison als Spielgemeinschaft (TuS Magdeburg/ SV Eiche 05) durchaus Zufriedenheit. „Wir hatten nur wenig Zeit, um uns spielerisch, aber auch menschlich zu finden. Dass uns dies gelungen ist, zeigt nicht zuletzt auch unsere Platzierung“, meint Wesslowski, die sich zudem auf die Hilfe ihres Co- Trainers Lars Lange und der Betreuerin Antje Rosenau verlassen konnte. Mit Rang vier und 20:8 Zählern stimmte es nicht nur sportlich, sondern auch im Team selbst. „Natürlich gab es auch das ein oder andere Tief, welches wir jedoch stets zusammen bewältigt haben“, meint Wesslowski weiter, die für die neue Saison in der B- Jugend neben zwei Abgängen aber bereits auch einen festen Neuzugang vorzuweisen hat. Gern hätten die Mädels die Spielzeit zuende gespielt, denn der Trend stimmte. Dies zeigte sich nicht zuletzt im letzten Pflichtspiel, als der amtierende Landesmeister SV Oebisfelde mit 26:23 in die Knie gezwungen werden konnte.
Kader WJC Saison 2019/2020: Samirah Klein (14/0), Rena Grunert (11/0) – Lee- Ann Scheffler (13/12), Lucienne Gromeier (6/4), Norah Raeck (14/47), Amy Behrend (14/111), Mia Melzian (4/7), Emily Strebe (14/98), Amy Eilert (13/71), Charlott Rosenau (14/73), Angelina Bandey (10/15), Julia Harbach (11/6), Antonia Keitz (11/2)
Die weibliche D- Jugend des SV Eiche 05 hatte mit der Staffel eins die fraglos leistungsstärkere Liga erwischt. Mit 5:15 Punkten wurde so die Meisterrunde klar verpasst, was jedoch absolut keiner Enttäuschung gleichkam. In der sich anschließenden Platzierungsrunde konnte die Truppe um das Trainergespann Stefanie Hesse/Sandra Schmidt dann alle absolvierten vier Begegnungen mehr oder weniger klar gewinnen und somit in der Endabrechnung noch einige Ränge gutmachen. „Die Mädels sind nach zögerlichem Beginn gut in die Gänge gekommen und haben viel von den Vorgaben umsetzen können. Ihr unbändiger Wille wurde schließlich noch mit vielen Siegen belohnt“, meint Hesse zufrieden mit Blick in den Rückspiegel.
Kader WJD Saison 2019/2020: Cosima Hermann (13/6), Katharina Jung (11/0) – Nele Zeidler (2/1), Emilia Böhme (9/2), Rena Schlieb (7/1), Maren Berlin (10/8), Madita Wontraba (13/5), Jessica Urban (14/78), Anouk Wotjak (12/16), Luise Warnecke (14/21), Johanna Hesse (14/73), Lilli Schnelle (10/37), Leonie Lange (7/1), Charlotte Eilitz (9/10), Isabella Kauert (13/8), Tessa Grotsch (9/1), Annika Löffler (11/13), Ina Schulze (7/2)
Die männliche E- Jugend um das Trainerduo Thorsten Riek/Riklef Roehl spazierte regelrecht durch die Staffel zwei der Nordliga. Mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen war das Final- Four längst erreicht, obwohl noch vier Begegnungen auf dem Programm standen. Den wirklichen Leistungsstand der Truppe kann man indes nur schwer einschätzen, denn zu selten wurden die Biederitzer Youngster auf Herz und Nieren geprüft. „Die Jungs sind auf einem guten Weg und hätten auch im Final Four ein gewichtiges Wort mitgesprochen“, weiß Trainer Thorsten Riek, der mit der Mannschaft im Oktober zudem bei einem internationalen Turnier in Dresden für Aufsehen sorgen konnte.
Kader MJE Saison 2019/2020: Nils Blume (11/19), Felix Theuerkauf (11/9), Louis Abel (11/24), Julius Neumann (9/16), Louis Bodenstedt (12/41), Felix Deneke (9/44), Anton Riek (12/62), Hugo Härtel (12/47), Lennard Reche- Emden (12/25), Niklas Kuske (7/5), Finn Hass (8/3), Paul Hesse (7/19), Alexander Gröbe (9/2), Johanna Hesse (7/50), Cornelius Richter (6/20), Timo Reim (1/2), Nele Zeidler (2/7), Max Weimann (2/4)
Die Kleinsten vom Traditionsverein an der Ehle grüßen auch in der zurückliegenden Punkterunde von einem Podestplatz. Für die Mädchen und Jungen geht es natürlich in erster Linie darum, das Handballspielen selbst sowie das Drumherum kennzulernen. Mit 23:3 Punkten ist dies dem Trainerduo Stephan Holzgräbe/Alexander Jantz in eindruckender Manier gelungen. „Auch wenn es für uns oft nicht so einfach ist, entschädigt doch der Erfolg sowie das Lächeln bei den Kids für Vieles. Alle Akteure haben einen mehr oder weniger großen Schritt nach vorn gemacht“, weiß Holzgräbe. Zum frühzeitigen Saisonausklang gelang den SVE- Minis sogar das Kunststück, dem Tabellenführer BSV 93 Magdeburg einen Zähler zu entreißen. Der Trend stimmt also auch bei den jüngsten Jahrgängen in Biederitz…
Kader Minis Saison 2019/2020: Johnann Jantz (13/13), Linus Lutz Grumann (11/8), Lara Holzgräbe (5/0), Matteo Burgold (13/29), Mark Fahrenkampf (13/20), Timo Reim (11/31), Mia Thielicke (12/2), Johanna Poppeck (10/15), Paul Hesse (13/132), Fanny Ziebarth (13/1), Lena Thielicke (13/1), Luca Kalsdorf (12/5), Livia Burgold (10/2), Leon Kühlewein (11/21), Hanno Averkorn (6/1)

Nachwuchs: Zufriedenheit bei SAL- Teams

Durchaus zufrieden können die drei Biederitzer Nachwuchsmannschaften sein, die in der zurückliegenden und zugleich abgebrochenen Saison 2019/2020 in der Sachsen- Anhaltliga auf Punktejagd gegangen sind. Während die A- und D- Jugend trotz hinterer Tabellenplätze nicht enttäuschten, blieb der C- Jugend der große Coup verwehrt.

Die männliche A- Jugend des SV Eiche 05 schloss ihr erstes Jahr in dieser Altersklasse auf dem elften Platz mit 6:26 Punkten ab. Hierbei gilt es zu bedenken, dass viele Spieler noch hätten B- Jugend spielen können, womit die gezeigten Leistungen eine ganz andere Gewichtigkeit bekommen. Dennoch gab es für den SVE- Trainer Uwe Werkmeister genug Ansatzpunkte, die mit mehr Nachhaltigkeit in der Zukunft angegangen werden müssen: „Die Jungs haben es streckenweise schon recht ordentlich gemacht, wenn sie sich denn an die Vorgaben gehalten haben. Zu oft fehlte mir zudem die nötige Einstellung, denn da haben wir oft ganze Halbzeiten regelrecht weggeworfen. Uns war vorab klar, dass wir die körperlichen Nachteile mit spielerischen Mitteln kompensieren müssen.“
Kein wirklicher Fradmesser zum Auftakt war die Partie beim SC Magdeburg, wo mit 19:38 verloren wurde. Etwas anders sah dies schon im ersten Heimspiel gegen die HG 85 Köthen aus, wo die erste Hälfte regelrecht verschlafen wurde und erst im zweiten Spielabschnitt das eigene Leistungsniveau trotz der am Ende recht hohen 28:37- Niederlage erreicht wurde. Als erwartet hohe Hürde erwies sich dann der BSV 93 Magdeburg, der sein Heimspiel verdient mit 32:21 gewinnen konnte, wobei sich die Gäste im Rahmen ihrer Möglichkeiten durchaus gut verkauft hatten. Ähnlich konnte der Auftritt der Biederitzer im Heimspiel gegen den HSV 2000 Zerbst beschrieben werden, wo laut Coach Werkmeister die Jungs trotz der 23:37- Niederlage Fortschritte haben erkennen lassen. Unschön im doppelten Sinn ging es dann beim HT 61 Halberstadt zur Sache. Nicht nur, dass die Biederitzer unglücklich mit 33:34 unterlegen waren, auch die Begleitumstände (u.a. Verhalten der Halberstädter Verantwortlichen) trübte das Gastspiel in der Harzstadt.Vor allem die schwache Deckungsarbeit war es dann beim Gastspiel in Halle, die dem USV das Leben beim 39:27- Erfolg recht einfach machen sollte. Nach den sechs Niederlagen in Serie zum Auftakt wurde dann der Bock im Heimspiel gegen Wacker Westeregeln endlich umgestoßen. „Endlich haben sich die Jungs für die Mühen der letzten Wochen und Monate belohnt“, meinten viele Zuschauer nach dem sehr emotionalen 33:31- Erfolg in heimischer Ehlehalle. Gleich im anstehenden Auswärtsspiel bei BR Coswig konnten die Eix & Co dann erfolgreich nachlegen, auch wenn beim 25:21- Erfolg längst nicht alles gelang.„Die Jungs müssen den nächsten Schritt machen. Wo waren heute Konzentration und Leidenschaft“, zeigte sich Trainer Uwe Werkmeister nach dem verlorenen Derby in eigener Halle gegen die JSpG Gommern/Möckern tief enttäuscht. Ähnlich wenig berauschend verlief dann das Gastspiel bei der TSG Calbe, wo die Biederitzer Youngster mit 21:33 unterlagen. „So kenne ich das Team nicht. Der Impuls muss aus der Truppe kommen“, waren die mahnenden Worte. Die erhoffte Kehrtwendung folgte dann im Heimspiel gegen GW Wittenberg/Piesteritz, auch wenn die Exner & Co bei der 31:32- Niederlage hauchdünn am Punktgewinn vorbeischrammten. Beifall von den Zuschauern gab es dennoch, was auch nach dem Heimauftritt gegen den HT 61 Halberstadt der Fall war. Die Gastgeber erspielten sich zahlreiche Möglichkeiten gegen die körperlich überlegenen Gäste, unterlagen schlussendlich aber mit 28:34. Zwei mehr oder weniger erwartete Niederlagen setzte es dann gegen die Teams aus der Landeshauptstadt. Zunächst gab es ein 21:46 beim SC Magdeburg („Das war heute zu wenig“, meinte der Verantwortliche Yves Steinweg), ehe im Heimspiel gegen den BSV 93 eine 15:30- Niederlage folgte. „Wir haben heute nicht viel angeboten. Es war ein Spiegelbild der Trainingswoche“, befand Trainer Werkmeister im Anschluss treffend.Einen ganz starken Auftritt legten die Biederitzer dann in den beiden letzten Auswärtsspielen der abgebrochenen Spielzeit hin. Zunächst blieb diese bei der 30:34- Niederlage in Zerbst noch unbelohnt, ehe nach dem Gastspiel in Köthen zwei Zähler nach einem knappen aber verdienten 30:29- Erfolg bejubelt werden konnten. „Die Jungs haben die Vorgaben hervorragend umgesetzt“, meinte Werkmeister rückblickend.Dies wird auch in der neuen zweiten Saison in der Altersklasse für die Jungs des SV Eiche 05 der Schlüssel zum Erfolg sein. Während die körperlichen Nachteile ein Stück weit weniger werden dürften, wird die oft vermisste Einstellung zur Sache ein weiterer wichtiger Aspekt sein.
Kader MJA Saison 2019/2020: Leon Exner (16 Spiele/0 Tore), Lukas Rieger (4/0) – Dorian Oberwinter (8/27), Robin Urban (16/63), Lucas Exner (15/7), Robin Anderson (1/0), Emile Simon (7/3), Konrad Beres (11/8), Moritz Steinweg (16/112), Ivo Jagarzewski (14/10), Lukas Hartmann (16/25), Till Schneider (15/16), Felix Eix (14/104), Philip Wohl (15/28), Eric Deneke (7/3)
Die männliche C- Jugend schloss die Saison auf einem starken zweiten Platz mit 23:5 Punkten hinter dem verlustpunktfreien Tabellenführer SC Magdeburg ab. Leider blieb den Schützlingen um das Trainergespann Dirk Hesse/Ronald Schmidt aber der ganz große Wurf verwehrt, denn die Teilnahme an den ostdeutschen Meisterschaften hatten die Verantwortlichen und Spieler längst im Visier. Die Spielzeit begann mit dem Gastspiel beim ewigen Rivalen JSpG Kühnau/DR HV 06, wo unter Umständen mehr als das 25:25- Unentschieden zum Auftakt möglich gewesen wäre. „Wir hätten schon mehr Paroli bieten können, denn Wurfquote und Fehlerquote waren ausbaufähig“, befand SVE- Trainer Dirk Hesse nach dem Heimauftakt gegen den Staffelfavoriten SC Magdeburg (22:34). Erstmals Zählbares gab es dann im Heimspiel gegen den HSV Magdeburg, wobei die Biederitzer zumindest bis zur Pause (16:12) ihre liebe Mühe mit dem Kontrahenten aus der Landeshauptstadt hatten, um sich schlussendlich doch noch klar mit 34:20 durchzusetzen. Trotz ausbaufähiger Chancenverwertung konnte dann gleich im anschließenden Heimspiel gegen die HG 85 Köthen mit einem 26:21 aufbauend auf eine starke Deckungsreihe nachgelegt werden. Mit viel Routine warteten die Biederitzer dann in der Saalestadt auf, wo gegen den gastgebenen USV trotz mittelmäßiger Vorstellung ein 30:23- Sieg gelang. Eine Halbzeit benötigten die SVE- Youngster dann in Oebisfelde, um aus einem 13:13 einen verdienten 29:24- Auswärtssieg zu machen. Etwa einen ähnlichen Verlauf nahm das Derby in eigener Halle gegen die JSpG Gommern/Möckern. Nach einem 13:18- Halbzeitrückstand ließen die Gastgeber nie die Köpfe hängen und siegten nach beeindruckender Leistungssteigerung noch mit 29:26. Als deutliche Angelegenheit erwies sich für die Biederitzer das Gastspiel bei der TSG Calbe, die mit zunehmender Spieldauer klar beherrscht und schließlich mit 36:23 besiegt werden konnten. Zum Hinrundenabschluss konnten im siegreichen Heimspiel (37:24) gegen GW Wittenberg/Piesteritz zahlreiche Trainingsinhalte erfolgreich getestet werden.Zum Rückrundenauftakt gab es den wichtigen Heimerfolg gegen den späteren Dritten JSpG Kühnau/DR HV 06. Mit der besten Abwehrleistung konnte der schärfste Kontrahent um Rang zwei mit 22:20 in die Schranken gewiesen werden. Das 29:38 beim SC Magdeburg ging dann durchaus in Ordnung, weil die Gäste dennoch eine mehr als ordentliche Vorstellung boten. „Der absolute Siegeswille war heute der Garant zum Sieg“, meinten die zahlreich mitgereisten Zuschauer nach dem knappen 28:27 bei der HG 85 Köthen. Mit zwei eher unspektakulären Erfolgen sollte dann die Saison ihr vorzeitiges Ende finden. Zunächst konnte die TSG aus Calbe auch in heimischer Halle bezwungen werden (29:21), wobei auch die Akteure aus der zweiten Reihe gut in Szene setzen konnten. Mit einem glanzlosen 25:22 beim HSV in Magdeburg fand dann die Spielzeit ihr vorzeitiges Ende.„Wir waren auf einem guten Weg und voller Vorfreude auf das was kommt. Die Jungs hätten es sich verdient gehabt…“, meinte der Biederitzer Trainer Dirk Hesse rückblickend.
Kader MJC Saison 2019/2020: Moritz Heseler (14/0), Gustav Nafe (13/0) – Maksymilian Beres (14/26), Marius Hammecke (14/51), Marvin Müller (12/49), Jan Luca Schmidt (14/30), Julius Warnecke (12/26), Lukas Hesse (14/132), Jonas Maffert (14/77), Ole Kupsch (13/6), Johannes Krüger (12/4)
Die 8:14 Zähler bedeuteten in der vorzeitigen Endabrechnung für die männliche D- Jugend des SV Eiche 05 in der Sachsen- Anhaltliga Rang 6. Der Auftaktgegner hätte mit dem SC Magdeburg in eigener Halle nicht schwieriger sein können. Doch trotz der klaren 15:43- Niederlage war man im Biederitzer Lager nicht unzufrieden. Obwohl sich die Biederitzer das Leben im ersten Auswärtsspiel dann selbst schwer gemacht hatten, gelang ihnen schließlich ein viel umjubelter 25:23- Erfolg bei GW Wittenberg/Piesteritz. Auch in Coswig ging die Truppe von Trainer Michael Thielicke als Sieger vom Feld. Dabei hatten alle Akteure ihren Anteil am deutlichen 30:18- Auswärtserfolg. Eine gute Vorstellung sollte dann im Heimspiel gegen den BSV 93 Magdeburg nicht reichen. Der Lerneffekt war trotz der 27:36- Niederlage dennoch sehr groß. „Wir befinden uns trotz der hohen Niederlage auf einem guten Weg“, befand Coach Thielicke nur eine Woche später nach der 19:31- Niederlage gegen den späteren Rangzweiten aus Langenweddingen. Zwei Gesichter zeigten die Ribbert & Co dann beim Gastspiel beim USV Halle. So sollte der schwächsten (ersten) Halbzeit (6:15) die stärksten zwanzig Minuten der Saison folgen. An der 23:27- Niederlage änderte dies allerdings nichts mehr. Mit stark dezimierten Kader ging es dann zur JSpG Kühnau/DR HV 06, wo schnell die Puste ausgehen sollte. Trotz lobenswertem Einsatz kam die 23:30- Niederlage nicht wirklich überraschend. Beim Staffelsieger SC Magdeburg gab es dann trotz der 17:35- Niederlage reichlich Lob für die Gäste, die anschließend im Heimspiel gegen GW Wittenberg/Piesteritz ihren dritten Saisonsieg feiern konnten. „Die Jungs haben einen tollen Job gemacht und eine geschlossene Mannschaftsleistung geboten“, war den zahlreichen Zuschauern zu entnehmen. Auch wenn das folgende 32:25 gegen die Coswiger nicht wirklich ein Augenschmaus war, so sind die allein 18 Treffer von Tim Thielicke doch einer Erwähnung wert. Der vorzeitige Saisonabschluss erfolgte dann beim BSV 93 Magdeburg, wo trotz tapferer Gegenwehr eine 16:36- Niederlage hingenommen werden musste.„Wir haben eine ordentliche Saison abgeliefert, welche uns viele neue Erkenntnisse gebracht hat. Die Jungs brennen schon jetzt auf die neue Serie“, meinte der Biederitzer Trainer Michael Thielicke ebenfalls mit einer gewissen Vorfreude auf das Geschehene zurück.
Kader MJD Saison 2019/2020: Philipp Wolff (10/0) – Aaron Bruska (9/6), Lukas Ribbert (11/52), Maximilian Gröbe (7/2), Timo Schlieb (10/8), Linus Steinweg (10/38), Marvin Wohl (11/4), Maximilian Kalsdorf (11/8), Johann Reinald (10/7), Tim Thielicke (11/112), Edgar Zinke (7/2), Vilhjalmur Geirsson (4/6), Sveinn Geirsson (1/0)

SV Eiche 05 III wiederum „Vize“

Eiche III erneut Vizemeister

Wohl kaum eine andere Mannschaft als die dritte Vertretung des SV Eiche 05 Biederitz in der Stadtliga Magdeburg dürfte in der nunmehr beendeten Spielzeit 2019/2020 von der „Norwegischen Regel“ profitiert haben. Diese beinhaltet, dass die erzielten Pluspunkte durch die Anzahl der absolvierten Begegnungen geteilt werden und danach eine Abschlusstabelle entsteht. In der laufenden Tabelle wurden die Mannen um Spielmacher Dirk Hesse mit 18:6 Punkten lediglich auf Rang vier geführt, doch da die vor ihnen platzierten Mannschaften Post SV Magdeburg III (20 Punkte aus 15 Spielen) und der USC Magdeburg (19 Punkte aus 14 Spielen) auf einen schlechteren errechneten Wert kamen, ging die Vizemeisterschaft erneut an die Ehle.Die Saison selbst verlief für die Biederitzer äußerst geräuschlos und unaufgeregt. Dem 32:19- Auftakterfolg beim FSV 1895 Magdeburg II folgte gleich im zweiten Spiel, aber immerhin fünf (!) Wochen später die erste Niederlage. Gegen den Vorjahresmeister BSV 93 Magdeburg II folgte in eigener Halle eine unglückliche 29:30- Niederlage, ehe das ältere Semester des Post SV Magdeburg IV mit 29:21 bezwungen werden konnte. Die wohl schwächste Saisonleistung schloss sich dann beim Gastspiel beim erstarkten sowie verjüngten Post SV III an, wo eine 21:28- Niederlage folgen sollte. Das anschließende Spitzenspiel gegen den USC Magdeburg (27:22) wurde dann ebenso gewonnen wie die Pflichtaufgabe gegen die zweite Vertretung des Barleber HC (28:22). Mit dem gleichen Resultat wurde dann auch die Auswärtshürde Magdeburger SV 90 III übersprungen, ehe sich zwei weitere Heimsiege gegen den SV Irxleben III (30:22) und zum Rückrundenauftakt gegen die FSV- Reserve (32:21) anschlossen. Wiederum hauchdünn entschied dann der spätere verdiente Meister BSV 93 Magdeburg II mit 27:26 das Rückspiel gegen die Biederitzer, die in den restlichen zwei Partien gegen die jeweiligen Vertretungen des Post SV wenig Mühe hatten. So folgte dem 32:28 gegen die vierte Vertretung ein nie gefährdeter 30:21- Erfolg bei der jungen fünften Mannschaft der Landeshauptstädter, die nicht zuletzt mit der Routine und Abgeklärtheit der Gäste so ihre liebe Mühe hatten. Nach wochenlangem Abwarten sowie der Absage des Handballverbandes hievte schließlich das „Norwegische Modell“ die Biederitzer auf den Silberrang.„Die Saison begann vom Spielplan her schon zäh. Wir haben bis auf eine Partie wiederum eine ordentliche Runde gespielt und sind nicht ganz unverdient hinter dem BSV auf Rang zwei eingekommen“, bekannte der Biederitzer Verantwortliche Holger Arnold rückblickend. Im Nordcup war übrigens bereits nach einem Freilos und einem 30:33 in eigener Halle gegen die ligahöheren Preußen aus Schönhausen im Achtelfinale Endstation.
Kader Saison 2019/2020: Andre Beran (12 Spiele/0 Tore/ O Siebenmeter), Gunnar Rojahn (8/0/0), Hubert Bruchmüller (1/0/0), Michael Tschirschwitz (1/0/0) – Marco Schmidt (12/18/3), Mario Genth (12/13/0), Michael Thielicke (9/64/4), Thomas Hesse- Opitz (5/18/0), Yves Steinweg (9/23/0), Dirk Hesse (9/34/1), Eric Beyme (9/4/0), Stefan Wöhler (6/32/0), Rene Lichtenberg (10/32/10), Karsten Bormann (10/12/0), Ingo Heitmann (8/32/6), Uwe Werkmeister (8/16/1), Carlos Swoboda (5/29/4), Holger Arnold (7/9/0), Kai Ritter (5/8/5), Chris Lüdecke (2/0/0)

Frauen erneut auf dem Podest

Nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison schlossen die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz die kürzlich abgebrochene Spielzeit 2019/2020 erneut auf einem Podestplatz ab. Mit 17:9 Zählern kamen die SVE- Frauen auf Rang 3 ein, nachdem die Saison am 20. April offiziell vom Handballverband aufgrund des Corona- Virus vorzeitig zu den Akten gelegt wurde.
Blickt man aus Biederitzer Sicht auf diese unvollendete Spielzeit zurück, so stellt man fest, dass diese recht unaufgeregt über die Bühne ging. Dies war mit dem Beginn im September nicht unbedingt so erwartet worden, standen doch neben der bekannten Punktspielrunde auch zwei Pokalwettbewerbe auf dem Programm. Die Punktejagd wurde dann beim eher unbequemen Kontrahenten Magdeburger SV 90 eröffnet, und dies mit einem 34:31- Erfolg auch gleich sehr erfolgreich. „Bis zur 40. Minute haben wir eine ganz starke Partie geboten“, meinte die siebenfache Torschützin Carina Witte. Keine wirklich hohe Hürde stellte dann im ersten Heimspiel der HV Solpke/Mieste dar, der sicher mit 29:15 geschlagen werden konnte. Das Gastspiel bei der neu gebildeten Reserve des Barleber HC verkam dann zur Lachnummer, weil die Gastgeber am Spieltag keine spielfähige Mannschaft stellen konnten, während sich die SVE- Damen auf der Gegenseite warm machten – Wertung folglich am grünen Tisch zu Gunsten des SV Eiche 05. So ging es als Tabellenführer zum hochgehandelten BSV 93 Magdeburg, der im Laufe der Saison dann seiner Favoritenrolle auch vollauf gerecht wurde und nun in der Sachsen- Anhaltliga auf Torejagd gehen wird. Die Gäste boten über weite Strecken eine ordentliche Vorstellung, mussten aber dem Kräfteverschleiß sowie Nachlässigkeiten in der Deckung Tribut zollen und schließlich eine 25:33- Niederlage mit zurück an die Ehle nehmen. Der vermeindliche Dauerbrenner zwischen dem SV Eiche 05 und dem Barleber HC ging dann erneut an die SVE- Frauen, die abgeklärt und souverän einen 32:27- Heimerfolg einfahren konnten. Im Auswärtsspiel beim TuS Magdeburg II wurden die Biederitzer ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und kamen zu einem nie gefährdeten 31:23- Erfolg.Vor dem ersten großen Highlight der Saison tat sich in den Biederitzer Reihen eine Baustelle auf, denn am Pokalspieltag stand keine der drei etatmäßigen Torhüterinnen zur Verfügung. So feierte die Biederitzer Legende Sandra Schmidt im Heimspiel gegen den SV Anhalt Bernburg bereits ihr zweites Comeback und verhalf der Truppe nicht zuletzt wegen ihrer guten Leistung zum 28:25- Erfolg und somit zur Teilnahme am Viertelfinale. Im Ligaalltag gab es gegen die ambitionierten Damen des SV Irxleben eine verdiente 30:38- Niederlage, weil die Fehlerquote an diesem Tag ganz einfach zu hoch ausfiel. Ein hartes Stück Arbeit mussten die Biederitzer dann beim FSV 1895 Magdeburg verrichten, ehe der 33:31- Arbeitssieg in Sack und Tüten war. „Die zahlreichen Ausfälle haben sich vor allem in der Abwehr bemerkbar gemacht“, bilanzierte die SVE- Trainerin Elke Wiedon nach dem Schlusspfiff erleichtert. Eine Woche später kam es dann zur ersten (und letzten) Begegnung im Nordcup. Das Achtelfinalspiel beim ligatieferen SV Chemie Genthin war mit einem 39:19- Erfolg eine klare Sache, aber gleichzeitig auch das vorzeitige Ende, da der Corona- Virus dem ausgelosten Halbfinale beim BSV 93 Magdeburg ein Strich durch die Rechnung machte.Im ersten Spiel des Handballjahres 2020 wurde die Hinrunde mit einem 29:25- „Heimerfolg“ in der Gerwischer Sporthalle gegen den stark aufspielenden MTV Weferlingen abgeschlossen. Gerade noch so einen Zähler ins Ziel retten konnten die SVE- Frauen dann im Heimspiel gegen den Magdeburger SV 90. Nach einem 11:16- Pausenrückstand holten die Gastgeber auf und konnten mit einem 29:29 zumindest noch einen Teilerfolg verbuchen. Dies gelang anschließend beim Gastspiel in Mieste nicht, wo die Gäste aus Biederitz bei der 25:27- Niederlage gegen den gastgebenen HV Solpke/Mieste unterlegen waren. „Natürlich haben wir zahlreiche Fehler gemacht, aber die Faktoren für die Niederlage sind andere…“, meinte die Biederitzer Trainerin Elke Wiedon nach der Partie und bezog sich dabei auf die unterirdische Leistung der Unpaarteiischen. Groß war dann die Freude auf Seiten der Biederitzer, als sie neben dem HVSA- Pokallos Post SV Magdeburg auch erfuhren, dass die Barleber Reserve zum Rückspiel ein spielfähigen Kader zur Verfügung hatte.Dieser hielt gegen den schwachen Gastgeber zunächst gut mit (11:11 zur Halbzeit), ehe die Biederitzer in den zweiten dreißig Minuten ihrer Favoritenrolle beim 30:18- Sieg noch deutlich gerecht wurden.Die Saison fand schließlich mit zwei Niederlagen ihr vorzeitiges Ende. Zunächst war der langjährige Dauerrivale Post SV Magdeburg im HVSA- Pokal nach einer 21:26- Niederlage trotz ordentlicher Vorstellung Endstation, ehe im Ligageschehen der Ligakrösus BSV 93 Magdeburg in der Ehlehalle seine Visitenkarte abgab. Der 28:24- Erfolg des späteren Staffelsiegers war durchaus verdient, auch wenn die Biederitzer über weite Strecken beachtliche Gegenwehr leisten konnten.Auch wenn wie in den anderen Staffeln das „Norwegische Modell“ zur Ergbnisfindung beitragen sollte, blieben die Biederitzer schlussendlich nach dieser Neuberechnung auf dem dritten Tabellenplatz. Blickt man auf das Restprogramm, welches dem Corona- Virus zum Opfer gefallen ist, dann muss eingestanden werden, dass den Biederitzern mit den drei Auswärtspartien in Barleben, Irxleben und Weferlingen noch durchweg hohe Hürden auf dem Weg in Richtung Podestplatz gestanden hätten. Zieht man diesen Aspekt zurate, wäre der schon fast traditionelle Podestplatz längst keine Selbstverständlichkeit gewesen.„Natürlich können wir mit Bronze gut leben und auch umgehen. Die Pokalwettbewerbe haben uns weniger belastet als erwartet. Der HVSA- Cup war eine neue Erkenntnis und im Nordcup wäre es im Halbfinale schon sehr schwer geworden…“, schätzt die Biederitzer Trainerin Elke Wiedon das Geschehen, welches inzwischen ein abruptes Ende gefunden hat, realistisch und treffend ein.
Kader Saison 2019/2020: Anna Hartmann (7 Spiele/0 Tore/ 0 Siebenmeter), Jennifer Lippold (7/0/0), Doreen Schieke (5/0/0) – Janina Gericke (6/19/6), Franziska Swoboda (9/46/0), Monique Kumpf (8/55/18), Carina Witte (10/58/13), Lisa Köster (10/5/0), Daniela Schottstedt (9/30/4), Cindy Heitmann (9/22/0), Pauline Stallmann (11/18/0), Luisa Beckner (7/4/0), Christina Gehrmann (12/24/7), Gina Hesse (12/52/7), Maja Seemann (5/5/0), Neele Bormann (3/6/0)