24:28 – Raus ohne Applaus

Nach einer abermals überaus enttäuschenden Vorstellung ist für die Handballer des SV Eiche 05 Biederitz nach dem Zweitrundenspiel des HVSA- Pokals bei der Reserve des SV Langenweddingen frühzeitig Endstation. Somit ist der erhoffte Befreiungsschlag vor dem richtungsweisenden Heimspiel am kommenden Sonnabend gegen die HSG Altmark/West ausgeblieben.   Es war nach Spielende schon noch ein wenig stiller als zuletzt in der Umkleidekabine bei den Biederitzern, die sich mit einer über weite Strecken enttäuschenden und sogar erschreckenden Vorstellung auch im sechsten Pflichtspiel der noch jungen Saison als zweiter Sieger vom Spielfeld verabschiedeten. Der Auftritt in der Börde glich, wenn auch mit stark ausgedünntem Kader, denen der Vorwochen, wo die SVE- Sieben ihrer vermeindlichen Verbandsligatauglichkeit zu viel schuldig blieben. Die absolvierten sechzig Minuten machen indes nur wenig Hoffnung, dass die angestrebten (vielleicht zu hohen) Ziele im Punktspielalltag erreicht werden können. Dabei begann der Pokalfight für die Gäste nicht einmal schlecht, die nach anfänglichen Rückständen (1:2 und 2:3) mit drei Toren in Serie nach neun Minuten eine 5:3- Führung herauswerfen konnten. Treffer von Stephan Holzgräbe und Steve Klack sowie ein starker Auftritt von Torhüter Michael Tschirschwitz sorgten nach einer Viertelstunde dafür, dass die Gäste beim 7:5 weiterhin die Nase vorn hatten. Sich häufende Unkonzentriertheiten und einfache Fehler im wenig überzeugenden Spielaufbau luden dann die Gastgeber zum 7:7- Ausgleiche ein, ehe der SVL beim 8:7 (22.) bzw. 9:8 (26.) die Führung übernehmen konnte. Die harte aber nicht unberechtigte rote Karte gegen Florian Wentzel schränkte die Möglichkeiten der Biederitzer dann zudem gehörig ein, die es im weiteren Verlauf dann auch mit zwei Kreisläufern versuchten. Die hochmotivierten Gastgeber nahmen schließlich eine knappe 10:9- Führung mit in die Kabinen, welche für beide Vertretungen trotz der unterschiedlichen Ausgangslagen alle Mögklichkeiten offen ließ. Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Bördehandballer schnell auf 11:9 und bauten den Vorsprung nach 35 Minuten auf 13:10 aus. Die Biederitzer standen sich nicht nur in dieser Phase oft selbst im Weg und haderten neben der eigenen Leistung auch mit diversen anderen (unwichtigen) Nebenkriegsschauplätzen. Der im Angriff so nötige Gang in die Tiefe wurde wiederholt vermisst, so dass Torerfolge (zu) oft Einzelaktionen entsprangen. Trotz dieser Defizite kämpften sich die Gäste nach 39 Minuten auf 14:13 heran, versäumten es dann aber, dem Spiel ihren (blassen) Stempel aufzudrücken. So legte die SVL- Sieben nach 41 Minuten ein 16:13 vor und hatte auch nach einer Dreiviertelstunde beim 18:15 mit drei Toren die Nase vorn. Sven Bramer und Steve Klack schlossen in der Folge zwar zum 18:17 auf, gingen dann aber mit ihren Nebenleuten in schon bekannter Manier unter. Neun Minuten vor dem Schlusspfiff war die Partie beim Stand von 22:18 praktisch entschieden, da auch die Körpersprache der Gäste nicht annähernd Hoffnung verbreitete. Auch der anschließende Doppelschlag von Steve Klack zum 23:21 (55.) änderte nichts am Pokal- Ko der Gäste, die schließlich mit 24:28 die Platte als Verlierer verließen. Im wahrsten Sinne ohne Worte nahm zunächst der restlos bediente Biederitzer Trainer Rene Schaarschmidt den neuerlich beängstigenden Auftritt seiner Schützlinge zur Kenntnis: „Dazu fällt mir nichts mehr ein…“   Langenweddingen II: S. Kleinert – Thürmer (2), Duderstadt, Lücke (6), Knorr (10/6), Zander (1), Peuser (1), Senkler (1), Drescher, Laddey, Heine, Lohmann (2), Wundrack (5), L. Kleinert   Biederitz: Tschirschwitz, Gronemeier – Holzgräbe (3), Ritter (2), Bramer (3), Walde (2), Kinast (3), Wentzel (1), Klack (10/2), Freistedt

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