Frauen erneut auf dem Podest

Nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison schlossen die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz die kürzlich abgebrochene Spielzeit 2019/2020 erneut auf einem Podestplatz ab. Mit 17:9 Zählern kamen die SVE- Frauen auf Rang 3 ein, nachdem die Saison am 20. April offiziell vom Handballverband aufgrund des Corona- Virus vorzeitig zu den Akten gelegt wurde.
Blickt man aus Biederitzer Sicht auf diese unvollendete Spielzeit zurück, so stellt man fest, dass diese recht unaufgeregt über die Bühne ging. Dies war mit dem Beginn im September nicht unbedingt so erwartet worden, standen doch neben der bekannten Punktspielrunde auch zwei Pokalwettbewerbe auf dem Programm. Die Punktejagd wurde dann beim eher unbequemen Kontrahenten Magdeburger SV 90 eröffnet, und dies mit einem 34:31- Erfolg auch gleich sehr erfolgreich. „Bis zur 40. Minute haben wir eine ganz starke Partie geboten“, meinte die siebenfache Torschützin Carina Witte. Keine wirklich hohe Hürde stellte dann im ersten Heimspiel der HV Solpke/Mieste dar, der sicher mit 29:15 geschlagen werden konnte. Das Gastspiel bei der neu gebildeten Reserve des Barleber HC verkam dann zur Lachnummer, weil die Gastgeber am Spieltag keine spielfähige Mannschaft stellen konnten, während sich die SVE- Damen auf der Gegenseite warm machten – Wertung folglich am grünen Tisch zu Gunsten des SV Eiche 05. So ging es als Tabellenführer zum hochgehandelten BSV 93 Magdeburg, der im Laufe der Saison dann seiner Favoritenrolle auch vollauf gerecht wurde und nun in der Sachsen- Anhaltliga auf Torejagd gehen wird. Die Gäste boten über weite Strecken eine ordentliche Vorstellung, mussten aber dem Kräfteverschleiß sowie Nachlässigkeiten in der Deckung Tribut zollen und schließlich eine 25:33- Niederlage mit zurück an die Ehle nehmen. Der vermeindliche Dauerbrenner zwischen dem SV Eiche 05 und dem Barleber HC ging dann erneut an die SVE- Frauen, die abgeklärt und souverän einen 32:27- Heimerfolg einfahren konnten. Im Auswärtsspiel beim TuS Magdeburg II wurden die Biederitzer ihrer Favoritenrolle vollauf gerecht und kamen zu einem nie gefährdeten 31:23- Erfolg.Vor dem ersten großen Highlight der Saison tat sich in den Biederitzer Reihen eine Baustelle auf, denn am Pokalspieltag stand keine der drei etatmäßigen Torhüterinnen zur Verfügung. So feierte die Biederitzer Legende Sandra Schmidt im Heimspiel gegen den SV Anhalt Bernburg bereits ihr zweites Comeback und verhalf der Truppe nicht zuletzt wegen ihrer guten Leistung zum 28:25- Erfolg und somit zur Teilnahme am Viertelfinale. Im Ligaalltag gab es gegen die ambitionierten Damen des SV Irxleben eine verdiente 30:38- Niederlage, weil die Fehlerquote an diesem Tag ganz einfach zu hoch ausfiel. Ein hartes Stück Arbeit mussten die Biederitzer dann beim FSV 1895 Magdeburg verrichten, ehe der 33:31- Arbeitssieg in Sack und Tüten war. „Die zahlreichen Ausfälle haben sich vor allem in der Abwehr bemerkbar gemacht“, bilanzierte die SVE- Trainerin Elke Wiedon nach dem Schlusspfiff erleichtert. Eine Woche später kam es dann zur ersten (und letzten) Begegnung im Nordcup. Das Achtelfinalspiel beim ligatieferen SV Chemie Genthin war mit einem 39:19- Erfolg eine klare Sache, aber gleichzeitig auch das vorzeitige Ende, da der Corona- Virus dem ausgelosten Halbfinale beim BSV 93 Magdeburg ein Strich durch die Rechnung machte.Im ersten Spiel des Handballjahres 2020 wurde die Hinrunde mit einem 29:25- „Heimerfolg“ in der Gerwischer Sporthalle gegen den stark aufspielenden MTV Weferlingen abgeschlossen. Gerade noch so einen Zähler ins Ziel retten konnten die SVE- Frauen dann im Heimspiel gegen den Magdeburger SV 90. Nach einem 11:16- Pausenrückstand holten die Gastgeber auf und konnten mit einem 29:29 zumindest noch einen Teilerfolg verbuchen. Dies gelang anschließend beim Gastspiel in Mieste nicht, wo die Gäste aus Biederitz bei der 25:27- Niederlage gegen den gastgebenen HV Solpke/Mieste unterlegen waren. „Natürlich haben wir zahlreiche Fehler gemacht, aber die Faktoren für die Niederlage sind andere…“, meinte die Biederitzer Trainerin Elke Wiedon nach der Partie und bezog sich dabei auf die unterirdische Leistung der Unpaarteiischen. Groß war dann die Freude auf Seiten der Biederitzer, als sie neben dem HVSA- Pokallos Post SV Magdeburg auch erfuhren, dass die Barleber Reserve zum Rückspiel ein spielfähigen Kader zur Verfügung hatte.Dieser hielt gegen den schwachen Gastgeber zunächst gut mit (11:11 zur Halbzeit), ehe die Biederitzer in den zweiten dreißig Minuten ihrer Favoritenrolle beim 30:18- Sieg noch deutlich gerecht wurden.Die Saison fand schließlich mit zwei Niederlagen ihr vorzeitiges Ende. Zunächst war der langjährige Dauerrivale Post SV Magdeburg im HVSA- Pokal nach einer 21:26- Niederlage trotz ordentlicher Vorstellung Endstation, ehe im Ligageschehen der Ligakrösus BSV 93 Magdeburg in der Ehlehalle seine Visitenkarte abgab. Der 28:24- Erfolg des späteren Staffelsiegers war durchaus verdient, auch wenn die Biederitzer über weite Strecken beachtliche Gegenwehr leisten konnten.Auch wenn wie in den anderen Staffeln das „Norwegische Modell“ zur Ergbnisfindung beitragen sollte, blieben die Biederitzer schlussendlich nach dieser Neuberechnung auf dem dritten Tabellenplatz. Blickt man auf das Restprogramm, welches dem Corona- Virus zum Opfer gefallen ist, dann muss eingestanden werden, dass den Biederitzern mit den drei Auswärtspartien in Barleben, Irxleben und Weferlingen noch durchweg hohe Hürden auf dem Weg in Richtung Podestplatz gestanden hätten. Zieht man diesen Aspekt zurate, wäre der schon fast traditionelle Podestplatz längst keine Selbstverständlichkeit gewesen.„Natürlich können wir mit Bronze gut leben und auch umgehen. Die Pokalwettbewerbe haben uns weniger belastet als erwartet. Der HVSA- Cup war eine neue Erkenntnis und im Nordcup wäre es im Halbfinale schon sehr schwer geworden…“, schätzt die Biederitzer Trainerin Elke Wiedon das Geschehen, welches inzwischen ein abruptes Ende gefunden hat, realistisch und treffend ein.
Kader Saison 2019/2020: Anna Hartmann (7 Spiele/0 Tore/ 0 Siebenmeter), Jennifer Lippold (7/0/0), Doreen Schieke (5/0/0) – Janina Gericke (6/19/6), Franziska Swoboda (9/46/0), Monique Kumpf (8/55/18), Carina Witte (10/58/13), Lisa Köster (10/5/0), Daniela Schottstedt (9/30/4), Cindy Heitmann (9/22/0), Pauline Stallmann (11/18/0), Luisa Beckner (7/4/0), Christina Gehrmann (12/24/7), Gina Hesse (12/52/7), Maja Seemann (5/5/0), Neele Bormann (3/6/0)

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