Staffeleinteilung VL mit 1.Männer

Handball- Staffeleinteilungen veröffentlicht / Trio aus der Sachsen-Anhalt-Liga zieht sich zurück

Die oberen Spielklassen in Sachsen-Anhalts Handballlandschaft haben in diesen Tagen ihr Gesicht erhalten. Der Landesverband HVSA hat die voraussichtlichen Staffeleinteilungen für die Spielzeit 2020/2021 bekanntgegeben. In dieser können sich Handballfreunde im Jerichower Land wieder auf die drei Verbandsliga-Derbys freuen.

Eigentlich sollte es das Jahr sein, das ohne große sportliche Dramen auskommt. Durch den beschlossenen Saisonabbruch infolge der Corona-Pandemie bei ausgesetzter Abstiegsregelung hat der Handballverband Sachsen-Anhalt (HVSA) den Vereinen im Land die Tür mehr als nur einen Spalt breit offen gelassen. Die Suche nach einem der Profiteure führt im Jerichower Land schnell zu einem Ergebnis: Unter normalen Umständen wäre der Abstieg aus der Verbandsliga Nord für den SV Eiche 05 Biederitz kaum mehr abzuwenden gewesen. So aber erhält der Club von der Ehle nach einem Jahr voller personeller Umbrüche und Rückschläge eine zweite Chance.

Damit ist auch klar, dass sich alle Handballbegeisterten im Jerichower Land wieder auf die drei angestammten Derbys freuen können. Neben den Biederitzern wird auch der SV Eintracht Gommern 2020/2021 seinen Konsolidierungs- und Verjüngungsprozess weiter vorantreiben. In der abgebrochenen Spielzeit meist im ruhigen Klassenerhalts-Fahrwasser unterwegs, sah man auch beim Güsener HC keine Veranlassung, nicht für ein weiteres Jahr in der Verbandsliga zu melden. Im Gegenteil: Unter Neu-Trainer Eric Steinbrecher und mit einigen neuen Gesichtern im Team verstärkt, trauen nicht wenige dem GHC zu, eine prominentere Rolle in der neuen Serie zu spielen.

Dass das Bild in den einzelnen Ligen im Zuständigkeitsbereich des HVSA dennoch kräftig durcheinander gewirbelt wurde, lag an einer bedenklich hohen Anzahl freiwilliger Rückzüge. So zeichnete sich zunächst nach zahlreichen Abgängen frühzeitig ab, dass der BSV 93 Magdeburg im anstehenden Wettkampfjahr kaum in der Sachsen-Anhalt-Liga konkurrenzfähig sein würde. Anschließen erlitt der Handball in Glinde sogar völligen Schiffbruch. Der einstige Regionalligist stellt ein Jahr nach dem Aufstieg in Sachsen-Anhalts Handball-Oberhaus den Spielbetrieb sogar gänzlich ein und verschwindet somit von der Landkarte. Zu guter Letzt sickerte in der Vorwoche durch, dass auch der HT 1861 Halberstadt nach einem Jahr in der Sachsen-Anhalt-Liga den Neustart in der Verbandsliga Süd wagen will.

Die Stunde der Nachrücker

Was des einen Leid, ist des anderen Freud‘: Neben den Verbandsliga-Staffelsiegern aus Haldensleben und vom HC Burgenland II rücken durch die freiwilligen Abgänger auch der Post SV Magdeburg und der Landsberger HV in die Sachsen-Anhalt-Liga auf. Der LHV profitiert in der Süd-Staffel zudem davon, dass der HV Rot-Weiss Staßfurt II als Zweitplatzierter nicht aufstiegsberechtigt ist, da die eigene erste Mannschaft bereits im Oberhaus vertreten ist. Die aggressiv vorangetriebenen Personalplanungen der Bodestädter unterstreichen jedoch, dass 2020/2021 der nunmehr dritte Anlauf zum erhofften Sprung in die Mitteldeutsche Oberliga führen soll.

Aufgrund des Aufstiegs der eigenen ersten Mannschaft durch die Hintertür ist zudem der Weg für den Post SV Magdeburg II in die Verbandsliga frei geworden. Mit 14 Siegen aus 14 Spielen durch die verkürzte Nordliga-Saison gestürmt, ist nicht davon auszugehen, dass die Reserve der Landeshauptstädter zum Aufbaugegner für die 13 Konkurrenten in der Nord-Staffel, darunter das „JL“-Trio aus Güsen, Gommern und Biederitz, werden wird.

Eine Unterhaltung beginnen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*