Saisonrückblick Frauen Saison 2018/2019

Starke Saison mit Pokal gekrönt

Die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz haben die Spielzeit 2018/2019 auf einem hervorragenden zweiten Tabellenplatz sowie dem Gewinn des Nordcups abgeschlossen. Dass die Nachbetrachtung allerdings derart positiv ausfallen würde, war vor gut zehn Monaten bei der zähen Vorbereitung nie und nimmer zu erwarten.

Gerade die personelle Schieflage auch im Biederitzer Frauenbereich fällt mit Blick in den Rückspiegel wohl nur noch Insidern ein, denn spätestens nach dem Karriereende der Oldies Marina Beer und Kati Schneider bot sich der Biederitzer Trainerin Elke Wiedon zur Vorbereitung ein sehr überschaubarer Kader. Als dann auch noch das einzige Testspiel gegen die Reserve des TSV N.dodeleben gänzlich in die Hose ging, war die eigene Zielsetzung deutlich vorsichtiger formuliert als in den erfolgreichen Jahren zuvor.
Um so überraschter war man an der Ehle dann schon, als mit einem 32:24 gegen den SV Irxleben der Einstieg in die Saison vollauf glückte. Ganze fünf Wochen gingen dann ins Land, ehe mit einem 29:21 gegen den MTV Weferlingen erfolgreich nachgelegt werden konnte. „Doll war es nicht“, war der O- Ton im Biederitzer Lager, was aber angesichts der personellen Engpässe nicht einmal auf dem zweiten Blick wichtig war. Doll waren dann auch nicht die zehn Schlussminuten beim ersten Auswärtsauftritt bei der Zweiten des TuS Magdeburg, wo nach einer 27:12- Führung dennoch ein 29:22 über die Ziellinie gerettet werden konnte. Als Tabellenführer empfingen die SVE- Frauen dann den HSV Magdeburg II und konnten nach einem glanzlosen 22:17 den Platz an der Sonne behaupten. Teilweise in die Hose ging dann das Gastspiel beim FSV 1895 in Magdeburg, wo nach einer 31:28- Führung schlussendlich nur ein Teilerfolg zu verzeichnen war. Zumindest in Sachen Personal stellte sich beim einzigen Remis der Saison bereits erste Verbesserungen ein, konnten doch Maja Seemann und Christina Gehrmann erste wichtige Hilfestellungen im Biederitzer Aufgebot leisten. Im folgenden Heimspiel gegen den BSV 93 Magdeburg II komplettierten dann die nächsten Neuzugänge Carina Witte und Pauline Stallmann den SVE- Kader, der nicht zuletzt auch wegen der sieben Treffer von Witte einen ungefährdeten 32:24- Heimerfolg feiern konnten. Zwei Gesichter zeigten die Biederitzer Frauen dann eine Woche später beim Dauerrivalen in Barleben. Nach einem 9:14- Rückstand drehten die Gäste auf und nahmen schließlich durch ein famoses 29:19 beide Zähler aus der Mittellandhalle mit nach Hause. Dieser grandiose Schlussspurt machte natürlich auch Hoffnung für das bevorstehende Spitzenspiel beim Post SV Magdeburg, der sich mehr und mehr zum einzigen wirklichen Kontrahenten im Kampf um den Meistertitel herauskristallisieren konnte. „Es war der ein oder andere Fehler zuviel“, resümierte die zehnfache Torschützin Monique Kumpf nach der 23:26- Niederlage, mit der die Biederitzer zunächst den Anschluss an die Damen vom Lorenzweg verloren.
Der punktuelle Abstand zum Post SV sollte sich mit Beginn der Rückrunde sogar noch vergrößern, wurde doch die Partie beim erstarkten SV Irxleben mit 30:34 verloren. „Wir haben hier Zählbares vergeben, da gerade in Hälfte zwei viel Unvermögen dabei war“, resümierte SVE- Trainerin Elke Wiedon nach der zweiten Saisonniederlage. Die nahende Chance zur schnellen Wiedergutmachung gelang dann nur eine Woche später beim Rückspiel gegen den Post SV Magdeburg, wo der eigene 27:24- Erfolg wieder ein wenig mehr Spannung in den Titelkampf bringen konnte.
Dann rückte erstmals der Nordcup in das Blickfeld der SVE- Damen, die nach einem Freilos im Viertelfinale zur Zweiten des SV Oebisfelde reisen mussten und mit einem nie gefährdeten 30:14 die Fahrkarte für das Halbfinale lösen konnten. Im Ligaalltag folgte das Gastspiel beim unbequemen MTV Weferlingen, wo schließlich zwei starke Phasen genügten, um einen 26:21- Sieg einzufahren. Im anschließenden Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht TuS Magdeburg II genügte eine solide Vorstellung, um die TuS- Damen mit einem 35:24 nach Hause zu schicken. Eine Pleite so unglücklich wie unnötig schloss sich dann beim Magdeburger SV 90 an. Nach dem 30:31 waren die Biederitzer in Sachen Meisterschaft entgültig auf das Abstellgleis geraten. Daran nichts ändern konnte nur eine Woche später dann auch der souveräne 27:22- Erfolg beim HSV Magdeburg II, wobei eine starke Moral und eine elffache Torschützin Gina Hesse zahlreiche gewichtige Ausfälle kompensieren konnten.
Im Nordcup stand dann das Halbfinale beim ligatieferen HV Solpke/Mieste auf dem Programm. Mit einem souveränen 29:23 konnte schließlich das Finalticket gegen den Ligarivalen Barleber HC gebucht werden. „Das Tempo war der Schlüssel zum Erfolg“, war man sich im Biederitzer Lager einig. Im Ligageschehen mussten sich die SVE- Damen nach dem völlig überraschenden 27:33- Heimdebakel gegen den FSV 1895 Magdeburg eingestehen, dass kein Gegner einfach mal so im Vorbeigehen zu schlagen ist. Während der Post SV durch dieses Resultat in Sachen Titel durch war, rückte der in der Rückrunde stark aufkommende SV Irxleben dem SV Eiche 05 in Sachen Vizemeisterschaft gewaltig auf den Pelz.
Dieser Angriff konnte allerdings von den SVE- Frauen durch einen 29:25- Heimerfolg gegen den Magdeburger SV 90 erfolgreich abgeschmettert werden und auch der folgende klare 39:27- Auswärtserfolg beim BSV 93 Magdeburg II stabilisierte das nunmehr ausgegebene Ziel Silber.
Der Mai stand dann ganz im Zeichen des ewigen Duells Biederitz gegen Barleben, wobei zunächst im Punktspiel vor heimischer Kulisse das Unterfangen Vizemeisterschaft mit einem ungefährdeten 29:21 erfolgreich abgerundet werden konnte. Die eine oder andere taktische Spielerei im Hinblick auf das Nordcupfinale war vor allem beim BHC nicht zu übersehen…
Zwei Wochen später war es dann in der Irxleber Sporthalle angerichtet. Im Biederitzer Lager war man sich einig, dass die beiden sicher gewonnenen Punktspiele und die deutlich bessere Endplatzierung höchstens in Sachen der Favoritenfrage leichte Hilfestellungen geben könnten.
Im Spiel selbst begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, wobei die SVE- Damen einen frühen Rückstand in eine wichtige 14:11- Halbzeitführung umwandeln konnten. Das Hochhalten des Tempos in Durchgang zwei war dann schlussendlich auch der Schlüssel zum Erfolg, der verdientermaßen mit einem 31:29 bewerkstelligt werden konnte. „Der Pokal geht verdient an die Ehle“, war anschließend vielerorts zu vernehmen.
„Nachdem wir schon in der Vorsaison reichlich Akzente setzen konnten, haben wir nun noch einmal zulegen können. Der Pokalsieg rundet eine insgesamt wieder sehr erfolgreiche Serie ab“, zog die langjährige Biederitzer Trainerin Elke Wiedon, die den im Herbst gestarteten sehr erfolgreichen Onlineaufruf in Sachen Spielersuche als absoluten Glücksfall beschreibt, ein treffendes Fazit.

SV Eiche 05 Biederitz Frauen Saison 2018/2019: Doreen Schieke (16 Spiele/0 Tore/0 Siebenmeter), Anna Geringer (15/0/0) – Janina Gericke (17/86/20), Franziska Swoboda (16/89/3), Monique Kumpf (16/103/37), Neele Bormann (12/3/0), Lisa Köster (13/6/1), Luisa Grabinski (15/8/0), Cindy Heitmann (17/70/0), Luisa Beckner (12/2/0), Gina Hesse (18/90/8), Christina Gehrmann (14/1/0), Maja Seemann (6/3/0), Carina Witte (11/61/1), Pauline Stallmann (8/0/0)

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