Hinrundenbilanz: Das Saisonziel ist in Gefahr

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz belegen nach der Hinrunde mit 5:21 Punkten den 14. und somit den letzten Tabellenplatz. Das angestrebte Ziel Klassenerhalt ist aktuell nur sehr schwer vorstellbar, noch schwerer als vielleicht vor der Saison prognostiziert. Die fraglos vorhandenen Qualitätsnachteile, welche ja nicht wirklich überrascht haben, müssen und können nur über das alltägliche Training kompensiert werden.   Nach dem letzten Hinrundenspiel, es war die überaus enttäuschende 29:35- Heimniederlage gegen das bisherige Tabellenschlusslicht SV Oebisfelde II, leuchtet die rote Laterne in der Biederitzer Ehlehalle. Der Auftritt und die überaus bescheidene Leistung haben sowohl der Mannschaft als auch dem Trainerteam Rene Schaarschmidt/Ingo Heitmann deutlich vor Augen geführt, dass die vorab getätigten Prognosen zutreffend sind. „Wir treten im Prinzip mit der ein oder anderen Ausnahme mit der Nordligamannschaft des Vorjahres an. Wenn wir überhaupt eine Chance im Kampf um den Ligaerhalt haben wollen, dann müssen wir die sichtlich vorhandenen Qualitätsnachteile mit großem Trainingsaufwand versuchen auszugleichen“, meinte der neue Biederitzer Trainer Rene Schaarschmidt schon recht früh in der Saison. Dazu kam, dass das Auftaktprogramm nun wirklich nicht von Pappe war und gleich der Auftakt beim vermeindlichen Staffelfavoriten HSV Haldensleben vollzogen werden musste. Dabei verkauften sich die Biederitzer bei der (zu) hohen 19:31- Niederlage nicht einmal schlecht, verloren allerdings zudem noch Julian Hammecke mit einem Kreuzbandriss. Schon im ersten Heimspiel gegen den ebenfalls stark umstrukturierten SV Langenweddingen war dann Zählbares möglich. Am Ende waren es viele kleine Fehler und Unkonzentriertheiten, die beim 23:25 zumindest einen Teilerfolg verhinderten. Völlig chancenlos waren die Biederitzer mit äußerst schmalem Kader dann bei der SG Seehausen, wo hoch mit 23:37 verloren wurde. Gleiches traf dann im nächsten Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenführer HSG Osterburg zu, der recht überzeugend mit 30:22 beide Zähler aus der Ehlehalle entführte. „Dass war heute ein Klassenunterschied, wobei man die Klasse des Gegners schon anerkennen muss“, sah der Biederitzer Trainer Rene Schaarschmidt den Auftritt seiner Sieben nicht einmal so sehr kritisch. Ähnlich stellte sich die Konstellation beim Gastspiel in Stendal dar, wo sich die Biederitzer mit 26:36 geschlagen geben mussten. Einmal mehr offenbarte sich der Leistungsunterschied vor allem in Sachen gedanklicher Schnelligkeit und Spritzigkeit. Auch die Hoffnung, sich im HVSA- Pokal bei der ligatieferen Reserve des SV Langenweddingen Selbstvertrauen zu holen, ging eine Woche später mit einer völlig unnötigen 24:28- Niederlage den Bach runter. Jubeln konnten die Biederitzer schließlich erstmals nach dem Heimspiel gegen die ersatzgeschwächten Gäste der HSG Altmark/West. Der Grundstein zum ersten Saisonerfolg wurde dabei in den ersten dreißig Minuten gelegt, wo bis zur 20:10- Pausenführung vieles leicht von der Hand ging. Nach dem 35:30- Sieg war die Erleichterung natürlich groß und die rote Laterne ging zur SVO- Reserve an die Aller. Das Gastspiel beim Post SV in Magdeburg ging dann fraglos mit 20:32 (zu hoch) verloren, da die Verletzungen von Sven Bramer, er konnte seitdem nicht wieder auflaufen, und Florian Wentzel einen durchaus ordentliche Vorstellung in Hälfte zwei zunichte machten. Viel Beifall bekamen die Biederitzer Handballer kurioserweise aber auch durchaus nachvollziehbar nach der denkbar knappen Heimniederlage im Derby gegen die Gommeraner Eintracht. Die Gastgeber lagen zur Halbzeit mit 8:13 im Hintertreffen, hatten da aber schon den kapitalen Fehlstart (3:12 nach 22 Minuten) einigermaßen ausgebügelt. In den zweiten dreißig Minuten waren die Gastgeber dann drauf und dran, sich für eine lobenswerte Aufholjagd zu belohnen. „Der verschlafene Start war ursächlich dafür, dass wir nach hinten heraus nicht mehr die nötige Kraft hatten“, waren sich alle Beteiligten einig. Ein grundsätzliches Problem wurde den Biederitzern beim Gastspiel in Oschersleben vor Augen geführt. „Mit den maximal zwei Rückraumspielern hat man auch hier eigentlich keine Chance“, sprach Schaarschmidt den sehr überschaubaren Kader bei einem Spiel in der Ferne an. Dabei hatten die Gäste bei eigener 12:11- Führung sogar das Momentum auf ihrer Seite, ehe eine doppelte Zeitstrafe das Spiel, welches mit dem ein oder anderen Rückraumakteur durchaus zu gewinnen gewesen wäre, kippen ließ. Fraglos einen Zähler förmlich weggeworfen hatten die SVE- Mannen dann im Heimspiel gegen den Güsener HC. Nach einer 29:27- Führung ergaben sich wiederholt Möglichkeiten für die Gastgeber, die Christian Kinast und Sören Große vorzeitig durch rote Karten verloren, um den Sack zuzumachen. Doch die nimmermüden Gäste profitierten schließlich von einem einfachen Ballverlust und trafen schließlich zum 29:29- Endstand. Die fraglos beste Saisonleistung lieferten die Biederitzer nach zweiwöchiger Punktspielpause im Heimspiel gegen den spielstarken Liganeuling SV Irxleben ab. Der diesmal in Bestbesetzung angetretene Gast wurde nach überzeugender Vorstellung besonders in der Deckung inklusive Torhüter mit 24:21 niedergerungen, obwohl die 13:8- Pausenführung bereits nach 37 Minuten aufgebraucht war. Das letzte Auswärtsspiel des Kalenderjahres 2019 in Westeregeln wurde einmal mehr mit dem sprichwörtlich letzten Aufgebot bestritten. „Mit voller Kapelle hätten wir dem nicht übermächtigen Kontrahenten durchaus Paroli bieten können“, kam eine inzwischen bekannte Feststellung erneut zum Tragen. Im letzten Heimspiel der Hinrunde kam es dann zum Kellerduell gegen die Oebisfelder Reserve, welches bekanntlich mit 29:35 nach zum Teil katastrophaler Vorstellung in allen Bereichen verloren wurde. „Wir haben gezeigt, was wir uns zuletzt im Training erarbeitet haben – so gut wie nichts“, meinte Schaarschmidt natürlich auch mit reichlich Sarkasmus. Doch diese Aussage zeigt auch ganz eindeutig, wo der Hebel im Jahr 2020 angesetzt werden muss. „Wir wussten um unsere Defizite, welche nur im wöchentlichen Trainingsbetrieb anzugehen sind. Nur wenn da ein Umdenken stattfindet, ist unser gestecktes Saisonziel überhaupt noch zu erreichen“, gab SVE- Coach Rene Schaarschmidt seinen Schützlingen mit auf den Handballweg 2020.   Kader SV Eiche 05 Biederitz: Andy Gronemeier (11 Spiele/0 Tore/ 0 Siebenmeter), Michael Tschirschwitz (11/0/0), Michel Meyer (8/0/0) – Julian Hammecke (1/0/0), Jannis Fehse (12/12/0), Stefan Köster (9/3/0), Sven Bramer (7/8/1), Martin Walde (12/28/0), Christian Kinast (11/34/1), Florian Wentzel (11/70/29), Daniel Bahr (9/15/3), Steve Klack (11/36/2), Andre Freistedt (12/13/0), Yves Steinweg (6/2/0), Stephan Holzgräbe (9/32/0), Kai Ritter (4/2/0), Ingo Heitmann (1/0/0), Sören Große (6/49/19), Sebastian Rabe (8/8/0), Steffen Gericke (3/1/1), Michael Thielicke (1/1/0), Dirk Hesse (1/1/0)

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