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Zusammenfassung

Eine Niederlage, die zu hoch ausfiel…

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz mussten sich dem Post SV Magdeburg mit 20:32 (12:19) geschlagen geben. Die Niederlage ging fraglos in Ordnung, fiel aber deutlich zu hoch aus.

Der Knackpunkt für die Biederitzer war ohne Frage die 45. Minute. Die Anzeigetafel in der spärlich besuchten Sporthalle zeigte eine 23:19- Führung für den Gastgeber an und bei den Biederitzern humpelte der Spielmacher Sven Bramer mit einer Knieverletzung vom Feld. „Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir einen ordentlichen Ball gespielt und uns nach dem hohen Halbzeitrückstand lobenswert herangekämpft“, meinte der Biederitzer Trainer Rene Schaarschmidt, der mit seiner Mannschaft unmittelbar nach dem Schlusspfiff eine sehr lange Auswertung betrieb. Trainerteam und Spieler waren sich schnell einig, dass die Niederlage in der Landeshauptstadt keinesfalls mit denen zum Saisonstart gleichzusetzen ist.
Das Spiel kippte in der Anfangsphase nach dem 2:2 schnell auf die Seite der Gastgeber, die allerdings bei fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen stets das bessere Ende für sich hatten. „Ich sage selten etwas zu Schiedsrichtern, aber da waren Angriffe dabei, wo sich selbst der Post SV gewundert haben dürfte, warum sie in den Ballbesitz kamen“, fand Schaarschmidt kritische Worte zum Gespann Ohm/Trumpf. So nutzte der Post SV zahlreiche Angriffe zur 7:2- Führung (11.), die in der Folge beim 10:5 (16.) Bestand hatte. Im weiteren Verlauf setzten sich die Biederitzer besser in Szene und verkürzten durch Doppeltorschütze Christian Kinast auf 12:9 nach 21 Minuten. Die verbleibene Spielzeit des ersten Durchganges ging an die Posthandballer, die ihre Chancen weitaus besser nutzen konnten und sich zudem auf einen starken Max Wetzel zwischen den Pfosten verlassen konnten. So ging die Führung der Gastgeber mit 19:12 zwar durchaus in Ordnung, nur waren die Biederitzer diese sieben Treffer beim 19:12 keinesfalls schlechter.
Dies sollte sich unmittelbar nach dem Wiederanpfiff bestätigen. Der Post SV behauptete zwar bis zur 36. Minute einen komfortablen 23:14- Vorsprung, doch dieser sollte in den nächsten Minuten Schritt für Schritt zusammenschmelzen. Die Gäste stellten inzwischen eine homogene Deckung, in der sich auch der in das Tor gewechselte Andy Gronemeier wiederholt auszeichnen konnte. So verkürzten die Gäste den Rückstand mit viel Geduld und spielerischen Mitteln im Angriff nach einer Dreiviertelstunde auf 23:19, obwohl längst nicht alle Tormöglichkeiten genutzt werden konnten. „Mich würde mal interessieren, wie die Partie gelaufen wäre, wenn die Verletzungen nicht gekommen wären“, meinte Rückraumspieler Steve Klack im Nachgang. Die eingangs beschriebene Verletzung von Sven Bramer machte den Gästen dann einen dicken Strich durch die begonnene Aufholjagd, da sich wenig später auch noch Florian Wentzel aufgrund des glatten Geläufs eine leichte Verletzung zuzog. „Dass können wir dann natürlich nicht kompensieren. Dennoch boten sich in der Folge noch reichlich Möglichkeiten, um das Resultat zumindest weitaus freundlicher zu gestalten“, bilanzierte Schaarschmidt.
Am Ende setzten sich die Gastgeber verdientermaßen durch, doch diese zwölf Treffer zur Schlusssirene (32:20) waren die Gäste von der Ehle keinesfalls schlechter. Als Fazit muss und wird bei den Biederitzern vor den entscheidenen Wochen hängenbleiben, dass die Fehlerquote längst nicht mehr so hoch wie in den letzten Wochen ist und die Wurfquote unter der des letzten Heimauftrittes zurückblieb. Beim wichtigsten Aspekt waren sich in der Biederitzer Kabine aber alle einig: Die Moral ist intakt!

Post SV: Wetzel, Bauske – Höpken, Kort (2), Aye (4), Fischer (2), Häberer (6), Frank (5/4), Sülflow (7), Hagemann (5), Seel, Pape (1)

Biederitz: Tschirschwitz, Meyer, Gronemeier – Holzgräbe, Ritter, Köster, Bramer, Walde, Kinast (3), Wentzel (8/5), Klack (4), Freistedt (3), Rabe (2)

„Eichen“ reisen zum Post SV

Am 7. Spieltag muss der Handball- Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz (10., 2:10 Punkte) zum Rangvierten Post SV Magdeburg (9:3) reisen. Die Partie wird um 18 Uhr in der Sporthalle „An der Klosterwuhne“ angepfiffen.
Der erste langersehnte Saisonsieg am zurückliegenden Wochenende mit 35:30 gegen die HSG Altmark/West war in der folgenden Trainingswoche nur noch ganz kurz ein Thema: „Wichtig war in erster Linie der Sieg. Natürlich war auch offensichtlich, dass wir im zweiten Spielabschnitt gegen die offensivere Abwehr der Gäste zu wenig Lösungsansätze gefunden haben“, meinte SVE- Coach Rene Schaarschmidt am Dienstagabend und nahm sich der Problematik am Donnerstag beim Abschlusstraining mit seinen Schützlingen an. Überaus positiv bewertete Schaarschmidt den Auftritt seiner Sieben gegen die Altmärker in den ersten dreißig Minuten, wo aus einer starken Deckung mit einem guten Torhüter zahlreiche einfache Treffer gefahren und auch verwertet werden konnten.
Dass der kommende Gegner wahrscheinlich aus ganz anderem Holz geschnitzt sein wird, ist allen Beteiligten an der Ehle klar. „Der deutliche Sieg der Postler in Oschersleben überrascht schon, denn einmal so im Vorbeigehen holt man nicht zwei Zähler beim LSV 90″, weiß auch der Biederitzer Routinier Andre Freistedt um die Schwere der Aufgabe, bei den Magdeburgern, die bis auf Weiteres ihr Heimdomizil in der Neustädter Sporthalle „An der Klosterwuhne“ gefunden haben, da ihre eigentliche Heimstätte am Lorenzweg einer umfangreichen Baumaßnahme unterzogen wurde. Die Schützlinge um Trainerin Peggy Höhn warteten am letzten Wochenende mit einem vor allem in der Höhe überraschenden 36:17- Erfolg beim heimstarken LSV 90 Klein Oschersleben auf und bauten ihre gute Startausbeute auf nunmehr 9:3 Punkte aus. Die Postler um den Haupttorschützen Marvin Frank verloren lediglich zum Auftakt beim HV Lok Stendal mit 25:35 und gaben neben den vier Doppelpunktgewinnen noch einen Punkt im Heimspiel gegen die Gommeraner Eintracht ab.
Für die Biederitzer, die in der Landeshauptstadt wieder auf einige Akteure verzichten müssen, werden darauf bedacht sein, aus einer stabilen Abwehr zu agieren. Im Angriff gilt es, die zuletzt nach oben zeigende Quote in Sachen Chancenverwertung aufrecht zu erhalten. Natürlich wird es auch enorm wichtig sein, die in den letzten Wochen immer wieder aufgetauchten einfachen Fehler im Spielaufbau zu vermeiden. Nur so besteht für die Biederitzer die Möglichkeit, aus der Landeshauptstadt etwas Zählbares mitzunehmen.

Austragungsort

SH „An der Klosterwuhne" MD
Pablo-Neruda-Straße 12, 39126 Magdeburg, Germany

Ergebnisse

Mannschaft1. Halbzeit2. HalbzeitTore gesamtSpielausgang
Post SV Magdeburg191332Sieg
SV Eiche 0512820Niederlage