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Zusammenfassung

30:23 – SV Eiche 05 landet dritten Saisonsieg

Die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz haben sich mit einem verdienten und souveränen 30:23 (12:10)- Heimerfolg gegen den Rangfünften HV Lok Stendal im Abstiegskampf zurückgemeldet. Die Rückraumspieler Florian Wentzel mit neun und Sören Große mit sieben Toren steuerten dabei die meisten Treffer zum dritten Saisonerfolg vor 60 Zuschauern bei.

Nein, der letzte Strohhalm war es sicherlich noch nicht für die Gastgeber, aber dieser dritte Doppelpunktgewinn macht mit Blick auf die aktuelle Tabelle durchaus wieder Hoffnung in Sachen Klassenverbleib, konnte doch der Anschluss zum rettenden Ufer einigermaßen hergestellt werden. „Das tat heute richtig gut und war enorm wichtig für uns“, urteilte dann auch Rechtsaußen Stephan Holzgräbe nach der Begegnung stellvertretend für die gesamte Mannschaft, die sich diesen Sieg mit einer engagierten Vorstellung über die gesamten sechzig Minuten fraglos verdiente.
Der Schlüssel zum Erfolg war ohne Frage die konsequente Deckungsarbeit der Biederitzer, was sich nach ausgeglichener Anfangsphase (6:5 nach 14 Minuten) auch im Resultat wiederspiegeln sollte. Wenig später trafen Florian Wentzel und Christian Kinast zum 8:5, was die Gäste nach 18 Minuten zur grünen Karte zwang. Diese änderte jedoch nur wenig am weiteren Spielverlauf, wobei die Gastgeber mit mehr Genauigkeit und vor allem auch Tempo ihren Chancen mehr Gefährlichkeit und Durchschlagskraft hätten verleihen können. So schlossen die Altmärker nach 24 Minuten zum 10:8 auf, ehe Daniel Bahr und Sören Große beim 12:8 den bis dahin größten Vorsprung herauswerfen konnten. Die verbleibenen drei Minuten des ersten Durchganges gingen dann an die Gäste, die zwei Nachlässigkeiten der Biederitzer im Spielaufbau zum 12:10- Pausenstand nutzen konnten. „Da haben wir uns nicht clever genug angestellt und ein durchaus mögliches höheres Polster liegengelassen“, waren die ersten Worte des Biederitzer Trainers Rene Schaarschmidt in der Kabinenansprache.
Nach dem Seitenwechsel behaupteten die Gastgeber beim 14:11 (34.) und 16:13 (37.) jeweils einen Dreitorevorsprung, wobei in dieser Phase auch zwei Unterzahlsituationen mehr oder weniger schadlos überstanden wurden. Nach dem 16:14 der Gäste (37.) läutete der später verletzt ausscheidene Rechtsaußen Martin Walde die stärkste Phase des Gastgebers ein. Während die Stendaler in dieser vorentscheidenen Phase ein wenig die Ruhe im Spielaufbau verloren, bestachen die Biederitzer mit konsequenter Deckungsarbeit und auch mit besserer Effizenz im Abschluss. Zudem gab Andy Gronemeuier wie in Halbzeit eins zwischen den Pfosten ein äußerst verlässliches Bild ab, so dass die SVE- Mannen nach einer Dreiviertelstunde eine 22:14- Führung herausgeworfen hatten. Die nächste fällige Auszeit der Gäste hatte schließlich zur Folge, dass die Lokhandballer fortan mit einer sehr offensiven 4:2- Deckungsvariante versuchten, dem Spiel noch eine Wendung zu verleihen. Dies gelang dann aber zu keinem Zeitpunkt, auch wenn die Gastgeber beim Stand von 26:20 in einer Auszeit zu deutlich mehr Laufbereitschaft verdonnert wurden. So nutzten die nicht in Bestbesetzung angetretenen Biederitzer in der Folge den größer gewordenen Spielraum durch Daniel Bahr (2), Florian Wentzel und Sören Große zum umjubelten 30:23- Endstand.
„Den Grundstein zum Sieg haben wir fraglos in der Abwehr und auch auf der Torhüterposition gelegt. Trotzdem habe ich vor allem im ersten Spielabschnitt wiederholt das nötige Tempo vermisst, denn die Möglichkeiten zu einfacheren Toren waren durchaus gegeben“, meinte und mahnte SVE- Trainer Rene Schaarschmidt in der Nachbestrachtung zugleich. „Ich hoffe, dass uns dieser Erfolg noch ein wenig für den Rest der Saison beflügelt. Ein Jeder hat sich heute sehr lobenswert eingebracht“, meinte zudem mit einem Blick nach vorn auch Routinier Sören Große.

Biederitz: Gronemeier, Meyer – Holzgräbe (3), Fehse, Köster (1), Walde (2), Kinast (4), Wentzel (9/3), Bahr (4), Freistedt, Rabe, Große (7/1)

Stendal: Götzky – Schumann, Gercke (1), Leinung (4), Krähe (2), Stephan, Sens, Rosentreter (10/6), Tembe (3), Görnemann (2), Grimmer, Vogel, Elsner (1)

Geht was gegen den HV Lok?

Am 18. Spieltag empfängt in der Verbandsliga das Tabellenschlusslicht SV Eiche 05 Biederitz (5:27 Punkte) den Rangvierten HV Lok Stendal (21:13). Der Blick auf die Tabelle offenbart mehr als deutlich, dass die Gastgeber in ihrem zweiten Heimspiel der Rückrunde am Sonntag um 14 Uhr zum Punkten verdammt sind.

Ganze dreißig Tage sind inzwischen vergangen, seitdem die Biederitzer ihr letztes Punktspiel beim SV Langenweddingen (26:30) absolviert haben. Dieser lange Zeitraum kam deshalb zustande, weil die SVE- Mannen nach dem planmäßig verlegten Heimauftritt gegen die SG Seehausen (findet am 19. April statt) das Gastspiel beim Rangzweiten HSG Osterburg aufgrund zahlreicher personeller Ausfälle haben absagen müssen. Natürlich haben die Schützlinge um Trainer Rene Schaarschmidt in dieser Zeit die Hände nicht in den Schoß gelegt und fleißig trainiert. Zudem gab es zwei Testspiele gegen Kali Wolmirstedt (1. Nordliga, 40:35) und gegen den Sachsen- Anhaltligisten BSV 93 Magdeburg, 28:40), die allerdings aufgrund von Urlaub und einiger verletzter Akteure nur mit schmalem Kader bestritten wurden.
Der Blick bei den Biederitzern ging an den spielfreien Wochenende naturgemäß auch immer wieder auf die Resultate der ebenfalls im Abstiegskampf beteiligten Mannschaften. Dabei konnten sowohl Wacker Westeregeln, aber vor allem die zweite Vertretung des SV Oebisfelde enormen Boden gutmachen und gewichtige Akzente im Tabellenkeller setzen. Natürlich hat man an der Ehle aber auch zur Kenntnis genommen, dass sowohl der LSV Klein Oschersleben als auch der SV Irxleben eher weniger erfolgreich waren und somit durchaus noch in Schlagdistanz sind. Es steht allerdings außer Frage, dass die Biederitzer selbst gezwungen sind, den bisherigen mageren fünf Zählern weitere hinzuzufügen, um überhaupt noch eine realistische Chance im Abstiegskampf zu haben.
Ob sich da bereits im anstehenden Heimspiel gegen den HV Lok Stendal die Möglichkeit bietet, muss abgewartet werden. Zieht man das Hinspiel, welches Ende September deutlich mit 26:36 verloren wurde, zu Rate, dann sieht es eindeutig nach einer sehr hohen Hürde für die Biederitzer aus. „Es war damals ein viel zu zögerlicher und mutloser Auftritt. Wir haben sehr gehemmt gewirkt“, erinnert sich der SVE- Coach Rene Schaarschmidt an das Gastspiel in der Altmark. Zudem fiel in dieser Begegnung auf, das vor allem die linke Abwehrseite, Rechtsaußen Ludwig Gercke erzielte allein zehn Treffer, gewaltige Schwierigkeiten mit dem spielstarken Kontrahenten offenbarte.
Im letzten Pflichtspiel vor zwei Wochen konnten die Stendaler mit einem 36:24- Heimsieg gegen den LSV 90 Klein Oschersleben ihren Abwärtstrend von zuvor drei verlorenenen Partien in Folge stoppen. Wiederholt hatten dabei die Lokhandballer große personelle Engpässe zu verkraften, was sich besonders beim Gastspiel in Gommern (20:38) auch im Resultat wiederspiegeln sollte.
Die Biederitzer gehen sicherlich nicht chancenlos in die Heimpartie, werden aber fraglos an die Leistung der zweiten dreißig Minuten von Langenweddingen anschließen müssen, wo sie sich aufgrund einer klaren Leistungssteigerung auch Zählbares verdient gehabt hätten. Eigenes Unvermögen, aber auch unglückliche Entscheidungen der Unpaarteiischen verhinderten dies allerdings. Nun bietet sich vor heimischer Kulisse nach langer Durststrecke erneut die Möglichkeit, Zählbares auf der Habenseite zu verbuchen.

Austragungsort

Ehlesporthalle Biederitz
Schillerstraße 2, 39175 Biederitz, Deutschland

Ergebnisse

Mannschaft1. Halbzeit2. HalbzeitTore gesamtSpielausgang
SV Eiche 05121830Sieg
HV Lok Stendal101323Niederlage