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Zusammenfassung

Fehlenden Alternativen Tribut gezollt

Frauen-Handball SV Eiche 05 unterliegt Post Magdeburg im Pokal mit 21:26

Der Favorit haderte viel, er wankte sogar, doch zu Fall bringen konnte ihn die Handballerinen des SV Eiche 05 Biederitz letztlich nicht. Im Viertelfinale des HVSA-Pokals war am Sonntag beim 21:26 (13:13) gegen den Post SV Magdeburg (Sachsen-Anhalt-Liga) in eigener Halle Endstation für den Nordligisten.

Die ersten zornigen Vorboten von Sturmtief „Sabine“ klopften schon von außen an die Scheiben, da herrschte drinnen in der Ehlehalle: Flaute. Zwischen der 42. und 51. Minute des HVSA-Cup-Viertelfinals gelang es den Biederitzerinnen nicht, das Spielgerät im Gästetor unterzubringen. Erst Pauline Stallmann schaffte es, mit ihrem einzigen Treffer im Spiel den 19:20-Anschluss zum ligahöheren Post SV herzustellen.

So weit, so erwartbar? Mitnichten. Denn die entscheidende Phase im Pokalduell vom Sonntag verheimlichte, dass die SVE-Damen den Favoriten bis dato an den Rand des Ausscheidens gebracht hatten. Zwischenzeitlich mit 17:14 in Führung liegend (38.), ging den Biederitzerinnen die sprichwörtliche Puste aus. „Uns haben am Ende einfach die Alternativen gefehlt“, schätzte dann auch Eiche-Trainerin Elke Wiedon mit Blick auf die ausgedünnte Kaderdecke ein.

Auf der anderen Seite wurden die mit zweitligaerfahrenen Akteuren wie Kristin Fritz oder Cindy Degen gespickten Gäste ihrer Favoritenrolle lange Zeit nicht gerecht. Vielmehr suchten die Magdeburgerinnen von der ersten Minute an vergeblich nach der richtigen Einstellung zum Spiel. Über die Zwischenstopps 2:0 (3.) und 5:4 (13.) behauptete Post zwar zunächst einen knappen Vorsprung, wirkte anschließend jedoch im Angriff fahrlässig und in der Abwehr zu behäbig. Ersatzgeschwächte Gastgeberinnen suchten und fanden ihre Chance und übernahmen ab dem 7:6 (18.) die Regie. Zwar schlichen sich gegen Ende der ersten Hälfte vermehrt Fehler im Ballvortrag ein, doch das ausgeglichene Kräfteverhältnis zur Pause ließ hoffen.

Nach dem Seitenwechsel bahnte sich schließlich eine kleine Sensation an. SVE-Torhüterin Jennifer Lippold zog den Gästen unter anderem bei zwei Siebenmetern und mehrerern freien Abschlüssen den Zahn. Im Angriff war es vor allem Gina-Maria Hesse, die in die Lücken im Magdeburger Deckungsverbund stieß und ihren Anteil am 16:13-Vorsprung hatte (36.).

In der fälligen Auszeit drangen die deutlichen Worte von Post-Trainer Martin Schwerthfeger aber offensichtlich zu seinen Schützlingen durch, denn nach Degens Doppelschlag zum 19:18 (50.) war der Favorit wieder obenauf, profitierte dabei jedoch auch von der Biederitzer Schützenhilfe. Allzu oft fehlte den Pässen im Eiche-Spielaufbau die nötige Prise Pfeffer oder schlichtweg die Präzision. Leichte Ballgewinne für die Postlerinnen waren die Folge. So setzten sich die Gäste am Ende doch noch deutlich durch, wenngleich es die Heimseite mit Fassung trug: „Wir haben einen guten Auftritt gezeigt, als Mannschaft zusammengespielt und hatten einen starken Rückhalt im Tor. Am Ende haben wir das Maximale für uns herausgeholt“, lautete Wiedons Schlussfazit.

Biederitz: Lippold – Kumpf (6/4), Witte (1), Seemann (2), Schottstedt (5), Stallmann (1), Beckner, Gehrmann (1), Hesse (5), Hartmann

Siebenmeter: Eiche 4/4 – Post 8/4; Zeitstrafen: Eiche 0 – Post 1

HVSA- Pokal: SVE- Frauen empfangen Post SV

Im Viertelfinale des HVSA- Pokals triffen die Frauen des SV Eiche 05 Biederitz auf den ligahöheren Sachsen- Anhaltligisten Post SV Magdeburg. Die Partie um den Einzug in das Halbfinale steigt am Sonntag um 15 Uhr in der Biederitzer Ehlehalle.

Ganze zehn Mannschaften hatten weit vor dem Saisonbeginn ihre Bereitschaft signalisiert, am sicherlich nicht ganz umstrittenen weil wenig attraktiven HVSA- Pokal teilzunehmen. „Für uns war es nach dem Nordcuperfolg gegen Barleben keine Frage, ob wir am höherdotierten Pokalwettbewerb teilnehmen werden, denn wir haben schon Interesse am Kräftemessen mit den Teams aus der Sachsen- Anhaltliga“, war schon damals der eindeutige Tenor im Biederitzer Lager. Doch während der Kontrahent vom Wochenende zunächst im Achtelfinale mit einem Freilos bedacht wurde, bekamen die Biederitzer ein Heimspiel gegen den SV Anhalt Bernburg aus der Bezirksliga West zugelost. Nach dem 28:25- Erfolg im November steht nun aber einem Duell gegen einen Sachsen- Anhaltligisten nichts mehr im Weg.
Mit dem Post SV Magdeburg ist dies allerdings längst kein unbekannter Kontrahent, standen sich doch beide Vertretungen über viele Jahre in der Nordliga gegenüber. Nach dem letztjährigem Aufstieg der Landeshauptstädter hat sich das Gesicht des Post- Kaders doch ein wenig geändert, kam doch die ein oder andere Ergänzung dazu. Im Ligaalltag haben sich die Schützlinge um Trainer Martin Schwerthfeger längst etabliert und können aktuell von Rang sieben mit 13:15 Zählern einer weiteren Saison im Ligaoberhaus entgegenfiebern, denn mit dem letztwöchigen deutlichen 32:24- Heimerfolg gegen die Reserve des HC Burgenland wurde ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt vollzogen.
Die Favoritenrolle dürfte am Sonntag folglich auf Seiten der Gäste liegen, die mit zwei Siegen und zwei Niederlagen ähnlich durchwachsen in das neue Handballjahr gestartet sind wie die Biederitzer, die am Wochenende allerdings den ein oder anderen Ausfall zu verzeichnen haben. Nimmt man die letzten beiden Duelle zum Vergleich, dürfte am Sonntag ein spannendes Spiel bevorstehen. Da nämlich setzte sich in der letzten Saison jeweils die Heimmannschaft knapp mit drei Toren durch. Unabhängig davon dürfte vorab das allseits beliebte Sprichwort „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ in beiden Lagern zum Tragen kommen.

Austragungsort

Ehlesporthalle Biederitz
Schillerstraße 2, 39175 Biederitz, Deutschland

Ergebnisse

Mannschaft1. Halbzeit2. HalbzeitTore gesamtSpielausgang
SV Eiche 05 (F)13821Niederlage
Post SV Magdeburg131326Sieg