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Zusammenfassung

18:26 – Die Luft wird dünner

Nach einer 18:26 (8:10)- Heimniederlage gegen den Post SV Magdeburg wird die Luft im Abstiegskampf für die Verbandsligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz immer dünner. Bezeichnenderweise war A- Jugendspieler Felix Eix bei seinem Debüt mit fünf Toren bester Schütze bei den Gastgebern.

Der Biederitzer Trainer Rene Schaarschmidt brachte es nach Spielende schnell auf den Punkt. „Wir werfen 18 Tore. Da fehlten Tempo, Durchschlagskraft und auch Wille, um unbedingt das Tor zu machen“, traf Schaarschmidt den Nagel auf den Kopf. In der ersten Halbzeit lieferten die Gastgeber vor immerhin 115 Zuschauern vor allem im Defensivverbund eine durchaus ansprechende Leistung ab. Die Gäste mussten für ihre Treffer enorm viel investieren und zudem auch an einem starken Michel Meyer zwischen den Pfosten vorbeikommen. Im Angriffsverhalten jedoch fehlte es den Biederitzern fast durchweg an Esprit, denn die Räume zum schnellen Gegenzug waren durchaus vorhanden. Im Ergebnis schlug sich dieser Negativaspekt zunächst jedoch nicht nieder, denn die Biederitzer hatten bis zur 22. Minute beim Stand von 7:6 stets eine knappe Führung inne. Fabian Kort (2) und Sebastioan Häberer drehten dann bis zur 26. Minute den Spieß zugunsten der Landeshauptstädter um und trafen zum 9:7. Jeweils einen Treffer pro Seite besiegelten schließlich die torarme 10:8- Halbzeitführung der Gäste. In der Biederitzer Kabine ging es dann fast ausschließlich um die ausbaufähige Angriffsleistung, denn die Abwehr agierte fraglos nach Wunsch.
Am besten zugehört zu haben schien dann A- Jugendspieler Felix Eix, der nach dem Seitenwechsel sein Debüt in der Verbandsliga feiern konnte. Eix, der wie Lukas Hartmann erstmals im Aufgebot der ersten Mannschaft stand, feierte nicht nur wegen seiner fünf Tore einen tollen Einstand. Zudem glänzte er mit guten Anspielen an den Kreis und überzeugte wie Hartmann mit enormer Ballsicherheit. Die Zuschauer bekundeten gerade die Aktionen der beiden Jungspunde mit viel Beifall. Leider blieben diese beiden personellen Aspekte das einzig Positive im Biederitzer Lager. Die Deckung präsentierte sich in den zweiten dreißig Minuten längst nicht mehr so souverän, so dass die Postler nach dem 12:14 (37.) bis zur 43. Minute auf 13:19 enteilen konnten. In der Biederitzer Vorwärtsbewegung fehlte nachwievor das nötige Tempo, so dass an eine Aufholjagd nicht wirklich zu glauben war. Auch die in kurzer Folge genommenen Auszeiten (48. und 50. Minute) brachten die Biederitzer nicht in die Spur zurück, die fortan dem Gast aus der Landeshauptstadt auch am Kreis eindeutig zu viel Platz gaben. Am Ende setzten sich die keinesfalls überragenen Gäste aus Magdeburg mit 26:18 durch und sprangen mit diesem Erfolg auf den zweiten Tabellenplatz. Den Biederitzern dagegen dürfte der Blick auf die Tabelle ungleich schwerer fallen, denn zum rettenden Ufer Platz 12 sind es nunmehr fünf Punkte.
„Im Angriff muss mehr Wille und Feuer rein. Die beiden Jungs sind ohne Frage die Lichtblicke und die Zukunft des Vereins“, stellten nicht wenige Zuschauer auf der Empore der Biederitzer Ehlehalle treffend fest.

Biederitz: Meyer, Gronemeier, Tschirschwitz – Kinast (3), Holzgräbe, Gericke (1), Eix (5), Köster (1), Bramer, Hartmann (1/1), Wentzel (4/1), Bahr, Klack, Freistedt (3)

Post SV: Preuß, Bauske – Höpken (2), Kort (4), Aye (2), Fischer (3), Häberer (8/2), Sülflow (6), Demir, Hagemann (1), Seel

Post SV gastiert am Sonntag in der Ehlehalle

Das Tabellenschlusslicht der Verbandsliga SV Eiche 05 Biederitz (7:29 Punkte) empfängt am Sonntag um 17 Uhr in heimischer Ehlehalle den Rangdritten Post SV Magdeburg (29:9). Mit Blick auf die aktuelle Tabelle wird deutlich, dass der Druck auf den Gastgeber unweigerlich steigt.

„Wir sind mit Blick auf die letzten Resultate fast schon zum Siegen verdammt, um unser gestecktes Saisonziel doch noch zu erreichen“, meinte der verschnupfte Biederitzer Trainer Rene Schaarschmidt bereits am Dienstagabend bei der Spielauswertung. Gemeint hatte dabei der Verantwortliche der Biederitzer sicherlich den Sieg der Irxleber in der Vorwoche in Stendal, womit der SVI wieder drei Zähler zwischen sich und den Biederitzern legen konnte. Apropos letztes Wochenende: Da traten die Biederitzer mit sprichwörtlich letztem Aufgebot bei der HSG Altmark/West an und machten ihre Sache trotz der ärgerlichen 24:27- Niederlage recht ordentlich. Dieser Aspekt macht im Lager der Biederitzer fraglos Hoffnung, auch weil zahlreiche Stammkräfte für das anstehende Heimspiel wieder in das Aufgebot zurückkehren.
Der kommende Kontrahent aus der Landeshauptstadt ist in Sachen Meisterschaft längst noch nicht auf dem Abstellgleis angekommen, vermasselte sich allerdings beim letzten Gastspiel bei der Gommeraner Eintracht die Ausgangsposition mit einer unnötigen 23:25- Niederlage gewaltig. „So schlecht werden sie nicht noch einmal auftreten“, meinte SVE- Coach Schaarschmidt, der sich die Partie in Gommern angesehen hatte. Die fällige Wiedergutmachung der Schützlinge um Trainerin Peggy Höhn fiel dann am letzten Wochenende recht deutlich aus, konnte doch der Abstiegsaspirant LSV 90 Klein Oschersleben mit einer klaren 33:20- Niederlage nach Hause geschickt werden.
Weniger gute Erinnerungen haben die Biederitzer an das Hinspiel im Oktober. Nicht nur, dass es deutlich zu hoch mit 20:32 verloren ging, sondern vielmehr die damaligen Verletzungen der Stammkräfte Sven Bramer und Florian Wentzel blieben im Gedächtnis hängen. Damals waren die Biederitzer nach einem 12:19- Pausenrückstand auf einem guten Weg und hatten sich zum 19:23 herangekämpft, ehe der Ausfall beider Rückraumspieler sämtliche leisen Hoffnungen auf einen Schlag zunichte machte. Während Wentzel bereits eine Woche später wieder ins Spielgeschehen eingreifen konnte, war dies Bramer erst am letzten Wochenende wieder vergönnt.
„Wir müssen die Hintermannschaft des Post SV in Bewegung bringen, nur dann haben wir gegen dieses robuste überhaupt Abwehrbollwerk eine Chance“, gibt Schaarschmidt als Zielvorgabe vor. In Sachen Abwehrarbeit ist im Biederitzer Lager derzeit wenig zu beanstanden, denn auf diese bzw. deren Torhüter dahinter war in den letzten Wochen fast durchweg Verlass.
Können diese beiden Komponenten miteinander vereint werden, dann brauchen die Biederitzer vielleicht am Wochenende im Kampf um den Ligaverbleib nicht weiter abreißen lassen. Auch mit der zuletzt gezeigten Moral ist dies den Holzgräbe & Co durchaus zuzutrauen.

Austragungsort

Ehlesporthalle Biederitz
Schillerstraße 2, 39175 Biederitz, Deutschland

Ergebnisse

Mannschaft1. Halbzeit2. HalbzeitTore gesamtSpielausgang
SV Eiche 0581018Niederlage
Post SV Magdeburg101626Sieg